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	<title>Haferklees Ausblicke</title>
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	<description>Vom Hachmann für Kenner</description>
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		<title>Haferklees Ausblicke</title>
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		<title>Die Bücherei im Gefangenenlager von Guantánamo</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 22:41:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>haferklee</dc:creator>
				<category><![CDATA[In the Library]]></category>
		<category><![CDATA[Bibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Franz Kafka]]></category>
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		<description><![CDATA[Im Januar 2002, also vor zehn Jahren, wurden die ersten Terror-Verdächtigen nach Guantánamo Bay gebracht. Die Reporterin Katja Schlesinger war im November 2011 vier Tage auf der Insel und und im Lager. Sie berichtete darüber in einem Beitrag für die Sendung „Neugier genügt“, der am 10.1.2012 im Radio auf WDR 5 lief. Sie hat auch [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=haferklee.wordpress.com&amp;blog=5108092&amp;post=1673&amp;subd=haferklee&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family:Arial,sans-serif;">Im Januar 2002, also vor zehn Jahren, wurden die ersten Terror-Verdächtigen nach Guantánamo Bay gebracht. Die Reporterin Katja Schlesinger war im November 2011 vier Tage auf der Insel und und im Lager. Sie berichtete darüber in einem <a href="http://www.wdr5.de/sendungen/neugier-genuegt/s/d/10.01.2012-10.05/b/guantanamo-bay-karaoke-am-strand-und-kafka-in-der-gefaengnisbibliothek.html" target="_blank">Beitrag für die Sendung „Neugier genügt“,</a> der am 10.1.2012 im Radio auf WDR 5 lief. Sie hat auch die Bücherei des Gefangenenlagers besucht und dabei eine bizarre Entdeckung gemacht. Hier eine Abschrift der Sendung, soweit es die Gefängnisbücherei betrifft; Einschübe in [ ] von mir:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family:Arial,sans-serif;">[Die Offizierin (Erica), die die Reporterin durch das Lager führte] … zeigt mir auch den Raum, wo die Gefangenen Englischunterricht haben, und Malunterricht. Die Bilder der Gefangenen hängen im Eingangsbereich der Häftlingsbücherei. Gleich an meinem ersten Vormittag in Guantánamo Bay bin ich dort gewesen. Nach der freundlichen Begrüßung macht mich die Chefin der Bücherei, Rosária, sofort auf die Gemälde der Gefangenen aufmerksam. [Eine Weile geht es um die Gemälde.] … Die Bibliothekarin zeigt mir jetzt die vielen Bücher, rund 18.000 in 18 verschiedenen Sprachen. Sie führt mich auch zur deutschen Sektion. Es sind nur ein paar Bücher, darunter alle Bände von Harry Potter. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Murat_Kurnaz" target="_blank">Murat Kurnaz</a> hat mir erzählt, dass er die gelesen hat. Mir fällt ein lilafarbener Einband auf. Kafka; ein Erzählband in deutsch und englisch. Ich will wissen, welche Geschichten enthalten sind, und knie mich hin: „Urteil, Verwandlung, In der Strafkolonie. &#8211; Do you know Kafka?“ „No.“ „Do you, Erica?“ „No.“ „It&#8217;s interesting to have this here, because …“ Weil niemand in der Bücherei Kafka kennt, erzähle ich ein wenig von seinen verstörenden Geschichten, die die Situation, in der sich die Gefangenen hier in der Guantánamo Bay befinden, gut beschreiben, und ich frage, wie dieses Buch wohl hierher geraten ist. Doch das lässt sich nicht klären. Rosária zuckt mit den Schultern und hakt das Thema schnell ab. Mir aber geht es nicht mehr aus dem Kopf. Kafka in Guantánamo Bay – das ist mindestens so bizarr wie die Karaoke-singenden Philippinos am Strand [von Guantánamo, die zu Beginn des Beitrags beschrieben wurden].</span></p></blockquote>
<p>Dieser Teil läuft ab Minute 13:00 des knapp siebzehnminütigen Beitrags.</p>
<p><a href="http://haferklee.files.wordpress.com/2012/01/camp_x-ray_detainees.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1676" title="Camp_x-ray_detainees" src="http://haferklee.files.wordpress.com/2012/01/camp_x-ray_detainees.jpg?w=500&#038;h=500" alt="" width="500" height="500" /></a>Gefangene bei der Ankunft im Januar 2002. Foto: Shane T. McCoy, U.S. Navy, gemeinfrei.</p>
<p>Update: Schöne Ergänzung mit Infos und Fotos <a href="http://bib-blog.de/?p=536" target="_blank">hier</a>.</p>
<p>Dank an Rainer Koch für den Hinweis auf die Sendung.</p>
<p>Ähnliche Beiträge:<br />
<a href="http://haferklee.wordpress.com/2011/05/22/die-bibliothek-auf-alcatraz/" target="_blank">Die Bibliothek auf Alcatraz.</a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/haferklee.wordpress.com/1673/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/haferklee.wordpress.com/1673/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/haferklee.wordpress.com/1673/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/haferklee.wordpress.com/1673/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/haferklee.wordpress.com/1673/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/haferklee.wordpress.com/1673/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/haferklee.wordpress.com/1673/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/haferklee.wordpress.com/1673/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/haferklee.wordpress.com/1673/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/haferklee.wordpress.com/1673/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/haferklee.wordpress.com/1673/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/haferklee.wordpress.com/1673/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/haferklee.wordpress.com/1673/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/haferklee.wordpress.com/1673/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=haferklee.wordpress.com&amp;blog=5108092&amp;post=1673&amp;subd=haferklee&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>FaMI &#8211; eine grundsolide Ausbildung, zumindest im Kölner Raum</title>
		<link>http://haferklee.wordpress.com/2012/01/19/fami-eine-grundsolide-ausbildung-zumindest-im-kolner-raum/</link>
		<comments>http://haferklee.wordpress.com/2012/01/19/fami-eine-grundsolide-ausbildung-zumindest-im-kolner-raum/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 21:42:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>haferklee</dc:creator>
				<category><![CDATA[FaMI-Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[FaMI]]></category>

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		<description><![CDATA[Beim jährlichen Treffen des FaMI-Ausbilderarbeitskreises am Joseph-DuMont-Berufskolleg in Köln Ende November 2011, wurden ein paar Zahlen aus der Berufsschule und aus dem Bereich der für diese Berufsschule Zuständigen Stelle präsentiert. Demnach liege die Abbrecherquote in der Ausbildung &#8222;FaMI&#8220; bei 3 %. Im Durchschnitt aller Berufe liege sie bei 25 %. Die FaMI-Ausbildung habe die geringste [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=haferklee.wordpress.com&amp;blog=5108092&amp;post=1659&amp;subd=haferklee&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beim jährlichen Treffen des FaMI-Ausbilderarbeitskreises am <a href="http://www.jdbk.de/" target="_blank">Joseph-DuMont-Berufskolleg in Köln</a> Ende November 2011, wurden ein paar Zahlen aus der Berufsschule und aus dem Bereich der für diese Berufsschule<a href="http://www.bezreg-koeln.nrw.de/brk_internet/organisation/abteilung04/dezernat_48/ausbildungsberuf/index.html" target="_blank"> Zuständigen Stelle</a> präsentiert. Demnach</p>
<ul>
<li>liege die Abbrecherquote in der Ausbildung &#8222;FaMI&#8220; bei 3 %. Im Durchschnitt aller Berufe liege sie bei 25 %. Die FaMI-Ausbildung habe die geringste Abbrecherquote aller Ausbildungsberufe.</li>
<li>gebe es in diesem Ausbildungsberuf fast niemanden, die/der durch die Prüfung falle.</li>
<li>nähmen am jährlichen Ausbilderarbeitskreis des Ausbildungsberufes FaMI so viele AusbilderInnen teil wie in allen anderen Ausbildungsberufen <strong>zusammen</strong>.</li>
</ul>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/haferklee.wordpress.com/1659/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/haferklee.wordpress.com/1659/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/haferklee.wordpress.com/1659/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/haferklee.wordpress.com/1659/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/haferklee.wordpress.com/1659/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/haferklee.wordpress.com/1659/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/haferklee.wordpress.com/1659/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/haferklee.wordpress.com/1659/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/haferklee.wordpress.com/1659/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/haferklee.wordpress.com/1659/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/haferklee.wordpress.com/1659/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/haferklee.wordpress.com/1659/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/haferklee.wordpress.com/1659/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/haferklee.wordpress.com/1659/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=haferklee.wordpress.com&amp;blog=5108092&amp;post=1659&amp;subd=haferklee&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Humor in der Wikipedia</title>
		<link>http://haferklee.wordpress.com/2012/01/12/humor-in-der-wikipedia/</link>
		<comments>http://haferklee.wordpress.com/2012/01/12/humor-in-der-wikipedia/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 21:54:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>haferklee</dc:creator>
				<category><![CDATA[Out of the Library]]></category>
		<category><![CDATA[Bibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Doppelpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Wikipedia ist nicht meine erste Adresse, wenn ich mich amüsieren möchte. Beim Eintrag zum &#8222;Doppelpunkt&#8220; hat aber eine Person (mit)gewirkt, die Sinn für Humor hat. Für die Klärung der Frage, ob man im Deutschen nach einem Doppelpunkt groß oder klein weiterschreibt, gibt es folgende Beispiele: Nach dem Doppelpunkt wird groß weitergeschrieben, wenn ein selbständiger [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=haferklee.wordpress.com&amp;blog=5108092&amp;post=1646&amp;subd=haferklee&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Wikipedia ist nicht meine erste Adresse, wenn ich mich amüsieren möchte. Beim <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Doppelpunkt" target="_blank">Eintrag zum &#8222;Doppelpunkt&#8220;</a> hat aber eine Person (mit)gewirkt, die Sinn für Humor hat. Für die Klärung der Frage, ob man im Deutschen nach einem Doppelpunkt groß oder klein weiterschreibt, gibt es folgende Beispiele:</p>
<blockquote><p>Nach dem Doppelpunkt wird groß weitergeschrieben, wenn ein selbständiger Satz folgt.</p>
<ul>
<li><em>Er sagte zu seiner Frau: „Wenn du nicht aufhörst, Wikipedia zu lesen, lasse ich mich scheiden.“</em></li>
<li><em>Erschüttert betrat er seine verkohlte Bibliothek: Alle Bücher waren vernichtet worden.</em></li>
</ul>
</blockquote>
<p>Aber auch die beiden Beispiele für die anderen Fälle sind nicht schlecht:</p>
<blockquote><p>In allen anderen Fällen wird klein weiter geschrieben, es sei denn, dem Doppelpunkt folgt direkt ein Substantiv.</p>
<ul>
<li><em>Er rief sie alle zusammen: seinen Koch, seine Frau und ihren Liebhaber.</em></li>
<li><em>In Hamburg fand sie, was sie sich sehnlichst gewünscht hatte: eine unterirdische Villa.</em></li>
</ul>
</blockquote>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/haferklee.wordpress.com/1646/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/haferklee.wordpress.com/1646/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/haferklee.wordpress.com/1646/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/haferklee.wordpress.com/1646/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/haferklee.wordpress.com/1646/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/haferklee.wordpress.com/1646/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/haferklee.wordpress.com/1646/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/haferklee.wordpress.com/1646/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/haferklee.wordpress.com/1646/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/haferklee.wordpress.com/1646/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/haferklee.wordpress.com/1646/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/haferklee.wordpress.com/1646/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/haferklee.wordpress.com/1646/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/haferklee.wordpress.com/1646/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=haferklee.wordpress.com&amp;blog=5108092&amp;post=1646&amp;subd=haferklee&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Sind das hier per Definition Bibliotheken oder nicht?</title>
		<link>http://haferklee.wordpress.com/2012/01/06/sind-das-bibliotheken/</link>
		<comments>http://haferklee.wordpress.com/2012/01/06/sind-das-bibliotheken/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 22:35:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>haferklee</dc:creator>
				<category><![CDATA[In the Library]]></category>
		<category><![CDATA[Bibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Definition]]></category>
		<category><![CDATA[Holzbibliothek]]></category>

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		<description><![CDATA[In New York gibt es die Material ConneXion&#8217;s Ununsual Library, eine tatsächlich sehr ungewöhnliche Bibliothek. In ihr werden derzeit etwa 5.000 verschiedene Materialien aufbewahrt und präsentiert. Die Bibliothek (Motto: &#8222;A global material consultancy and library of innovative and sustainable materials&#8220;) wendet sich an EntwicklerInnen jeder Art im Schnittpunkt von Design und Materialien. Um in den [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=haferklee.wordpress.com&amp;blog=5108092&amp;post=1532&amp;subd=haferklee&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In New York gibt es die <a href="http://www.materialconnexion.com/" target="_blank">Material ConneXion&#8217;s Ununsual Library</a>, eine tatsächlich sehr ungewöhnliche Bibliothek. In ihr werden derzeit etwa 5.000 verschiedene Materialien aufbewahrt und präsentiert. Die Bibliothek (Motto: &#8222;A global material consultancy and library of innovative and sustainable materials&#8220;) wendet sich an EntwicklerInnen jeder Art im Schnittpunkt von Design und Materialien. Um in den Bestand der Bibliothek aufgenommen zu werden, müssen die Materialien laut einem Bericht im <a href="http://www.conservationmagazine.org/contents/spring-2011/" target="_blank">Frühjahrsheft 2011 der Zeitschrift &#8222;Conservation Magazine&#8220;</a> vier Kriterien genügen: neue Werkstoffverarbeitung, deutlicher Fortschritt zu bestehenden Materialien oder Prozessen, Technologietransfer, Umweltverträglichkeit.  Die Bibliothek hat eine monatliche Liste der Neuerwerbungen (nämlich neu entwickelter Materialien) im Angebot.  Eine kleine Fotogalerie, zusätzlich zu dem Bericht in der eben genannten Zeitschrift, <a href="http://www.conservationmagazine.org/2011/03/material-world-gallery/" target="_blank">gibt es hier</a>.</p>
<p>Durchaus vergleichbar ist die sogenannte Holzbibliothek im Institut für Holztechnologie und Holzbiologie beim Johann Heinrich von Thünen-Institut in Hamburg:</p>
<p><a href="http://haferklee.files.wordpress.com/2011/08/holzbibliothek.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1538" title="Holzbibliothek im vTI Hamburg" src="http://haferklee.files.wordpress.com/2011/08/holzbibliothek.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /> </a>                                                           Foto: Natalie Hofbauer</p>
<p>Hier werden Proben verschiedenster Hölzer zur Artbestimmung aufbewahrt. Das Ziel ist es,</p>
<blockquote><p>die individuellen Arten und ihre Herkunft genau und zweifelsfrei bestimmen zu können. Dies ist auch eine Voraussetzung, um Falschdeklarationen in den Handelsdokumenten und Zertifikaten erkennen und die Einfuhr bestandsbedrohter oder CITES-geschützter Holzarten verhindern zu können. (Zitat entnommen <a href="http://www.fups.ch/documents/PU_2-2011.pdf" target="_blank">diesem Bericht, Seite 2.</a>)</p></blockquote>
<p>Holzbibliotheken haben einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Holzbibliothek" target="_blank">eigenen Eintrag in der Wikipedia</a>. Eine dort verlinkte <a href="http://www.specula.at/adv/monat_9712.htm" target="_blank">Auflistung</a> zählt allein für Deutschland 17 solcher Einrichtungen auf. Im Grunde ähneln sie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Herbarium" target="_blank">Herbarien</a>, für die die Bezeichnung Pflanzenbibliothek/Phytothek allerdings unüblich ist.</p>
<p>Beide Einrichtungen nennen sich selbst &#8222;Bibliotheken&#8220;. Aber sind sie es? Greifen wir auf die bekannte Definition von Ewert/Umstätter zurück (<a href="http://deposit.ddb.de/ep/netpub/89/96/96/967969689/_data_stat/www.dbi-berlin.de/dbi_pub/bd_art/bd_99/99_06_03.htm#FNT26" target="_blank">abgedruckt z.B. hier</a>),</p>
<blockquote><p><span style="font-family:Arial;"><em>Die Bibliothek ist eine Einrichtung, die unter archivarischen, ökonomischen und synoptischen Gesichtspunkten publizierte Information für die Benutzer sammelt, ordnet und verfügbar macht</em></span></p></blockquote>
<p>dann könnte man die in den Einrichtungen aufbewahrten &#8222;Materialien&#8220; auch als &#8222;Informationen&#8220; betrachten. Ewert/Umstätter schränken aber ein:</p>
<blockquote><p><span style="font-family:Arial;">Unter Nutzung der informationstheoretischen Erkenntnisse verstehen wir unter Information Nachrichten mit Neuwert, die an Syntax gebunden sind. Letzteres Kriterium ist entscheidend dafür, daß sie als semiotische Zeichen in verschiedenen analogen und digitalen Formen materiell existent werden.</span></p></blockquote>
<p>Anschließend führen sie aus, dass sowohl <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Otlet" target="_blank">Paul Otlet</a> als auch <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Suzanne_Briet" target="_blank">Suzanne Dupuy-Briet</a> &#8222;am Beginn der dreißiger Jahre dreidimensionale Dokumente in die Dokumentation&#8220; mit einschlossen, und weiter:</p>
<blockquote><p><span style="font-family:Arial;">In diesen Überlegungen kam man u.a. zu der Ansicht, daß auch Tiere in Zoos ein Beleg für ihre freilebenden Artgenossen darstellen und somit als ein &#8222;Dokument&#8220; anzusehen sind. Eine solche Auffassung von Dokumenten hat sich zweifellos nicht durchsetzen können. Ihr fehlt der archivarische Gesichtspunkt des zeitlich Unabhängigen, das Akten, Bildern, Büchern, Briefen oder Tonaufzeichnungen anhaftet.</span></p></blockquote>
<p>Was nun? Firmieren die obigen Einrichtungen (nach Ewert/Umstätter) unter falschem Namen, oder ist nicht doch die Definition in diesem Punkt zu eng?</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/haferklee.wordpress.com/1532/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/haferklee.wordpress.com/1532/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/haferklee.wordpress.com/1532/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/haferklee.wordpress.com/1532/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/haferklee.wordpress.com/1532/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/haferklee.wordpress.com/1532/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/haferklee.wordpress.com/1532/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/haferklee.wordpress.com/1532/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/haferklee.wordpress.com/1532/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/haferklee.wordpress.com/1532/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/haferklee.wordpress.com/1532/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/haferklee.wordpress.com/1532/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/haferklee.wordpress.com/1532/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/haferklee.wordpress.com/1532/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=haferklee.wordpress.com&amp;blog=5108092&amp;post=1532&amp;subd=haferklee&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Holzbibliothek im vTI Hamburg</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Die Übernahme von FaMI-Azubis in Einrichtungen des Bundes</title>
		<link>http://haferklee.wordpress.com/2011/12/07/die-ubernahme-von-fami-azubis-in-einrichtungen-des-bundes/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 20:58:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>haferklee</dc:creator>
				<category><![CDATA[FaMI-Ausbildung]]></category>
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		<category><![CDATA[FaMI]]></category>
		<category><![CDATA[IuD-Stelle]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Juni 2011 trafen sich FaMI-AusbilderInnen aus Einrichtungen des Bundes zum jährlichen Informationsaustausch. Vertreten waren fast alle Institutionen, vorwiegend Bibliotheken, aber auch Archive und IuD-Stellen. Es ging bei diesem Treffen unter anderem um die aktuelle Situation bezüglich der Übernahme von FaMI-Azubis nach der Abschlussprüfung. Auch wenn seit der Tagung einige Monate vergangen sind, hat sich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=haferklee.wordpress.com&amp;blog=5108092&amp;post=1529&amp;subd=haferklee&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:left;" align="CENTER">Im Juni 2011 trafen sich FaMI-AusbilderInnen aus Einrichtungen des Bundes zum jährlichen Informationsaustausch. Vertreten waren fast alle Institutionen, vorwiegend Bibliotheken, aber auch Archive und IuD-Stellen. Es ging bei diesem Treffen unter anderem um die aktuelle Situation bezüglich der Übernahme von FaMI-Azubis nach der Abschlussprüfung. Auch wenn seit der Tagung einige Monate vergangen sind, hat sich an der damals festgestellten Lage sicher nichts geändert. Wie gehen nun die FaMI-ausbildenden Einrichtungen des Bundes mit ihren Azubis nach der Prüfung um?</p>
<ul>
<li>Mit einer einzigen Ausnahme übernehmen alle Einrichtungen ihre FaMI-Azubis nach der Abschlussprüfung zunächst.</li>
<li>Die erheblich überwiegende Mehrzahl der Einrichtungen übernimmt ihre Azubis allerdings nur befristet, meist für ein Jahr. Es gibt einzelne Einrichtungen, die diese Frist bei guter Leistung um ein Jahr verlängern. In einem anderen Fall wurde einer Verkürzerin, die gute Noten erbracht hatte, als Belohnung ein anderthalbjähriger Vertrag angeboten.</li>
<li>Die meisten Einrichtungen machen die Dauer der Befristung nicht von erbrachten Noten abhängig, sondern nur vom Bestehen der Prüfung. Bei zwei Einrichtungen führt das Prüfungsergebnis zu einer unterschiedlich langen Befristung, von einer zweijährigen Dauer bei Note Eins bis zu einem halben Jahr bei Note Vier; hierbei wurde allerdings geäußert, dass es besser wäre, die Dauer der Befristung nicht vom Ergebnis einer punktuellen Leistungserbringung (Abschlussprüfung) abhängig zu machen, sondern von der Gesamtbetrachtung der Ausbildungsleistung.</li>
<li>Fast alle Einrichtungen übernehmen ihre Azubis in die Entgeltgruppe 5 TVÖD. Bei insgesamt drei Einrichtungen, so wurde berichtet, sei das aber anders. Dort erfolge die Übernahme lediglich in die EG 3. Dabei übernähme eine dieser beiden Institutionen ihre Azubis befristet für ein Jahr, eine zweite übernähme sie bei einer Abschlussnote von mindestens „Befriedigend“ unbefristet. Dabei erledigten die Ex-Azubis in diesen Einrichtungen sehr häufig Tätigkeiten, die über dem Niveau der EG 3 lägen, weil andernfalls der Dienstbetrieb kaum aufrecht erhalten werden könne. Die Ex-Azubis hielten aber still, weil sie die Hoffnung hegten, später einmal auf einen besser bezahlten Arbeitsplatz wechseln zu können.</li>
<li>Einzelne weitere Einrichtungen berichteten, dass es dort erste Überlegungen gegeben habe, FaMIs nach bestandener Prüfung in die EG 3 einzustufen, ohne dass dies bisher realisiert worden sei. Beklagt wurde zudem, dass es (außerhalb des Bundes) bereits mindestens eine Stellenausschreibung nach EG 3 gegeben habe, die mit Tätigkeitsmerkmalen der EG 5 beschrieben war.</li>
<li>Zusammenfassend ergab sich das Bild, dass die überwältigende Mehrheit der Einrichtungen des Bundes nach EG 5 bezahlt. Gleichzeitig zeichnet sich aber, wohl aufgrund des inzwischen auch beim Bund angekommenen Einspardrucks, eine leichte Tendenz ab, diese tarifgemäße Eingruppierung nach unten zu umgehen.</li>
<li>Die anwesende Vertreterin der Zuständigen Stelle berichtete über die regelmäßige Umfrage ihrer Institution jeweils unmittelbar nach der jährlichen Abschlussprüfung. Die Umfrage bezieht sich allerdings auf Prüflinge aus Bund, Ländern, Kommunen und Privatwirtschaft. Daraus ergebe sich, dass die unbefristeten Übernahmen generell zurückgingen, die Befristungen aber tendenziell länger geworden seien und normalerweise bei einem Jahr lägen, teilweise aber auch noch länger seien. Bei den Kommunen komme es vor, dass Azubis, nach bestandener Prüfung und bei einer unbefristeten Übernahme, für die Dauer der Probezeit zunächst nach EG 3 vergütet würden, danach aber EG 5 erhielten.</li>
<li>Bezüglich der Tätigkeiten, mit denen die weiterbeschäftigten Azubis betraut werden, ergab sich ein differenziertes Bild. Am häufigsten werden sie als Urlaubsvertretung bzw. Springer eingesetzt, was durch die Vielseitigkeit der Ausbildung weitgehend unproblematisch möglich ist. Viele Institutionen beschäftigen diesen Personenkreis aber auch mit Sonderaufgaben bzw. Projekten, die wegen des möglichen kurzfristigen Ausscheidens bei einem Stellenwechsel ggf. relativ problemlos abgebrochen werden können, wie z.B. Retrokatalogisierung oder der Einarbeitung von Sonderbeständen.</li>
<li><a href="http://haferklee.files.wordpress.com/2011/12/bc3b6ttger-fami-azubi.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1627" title="Böttger FaMI-Azubi" src="http://haferklee.files.wordpress.com/2011/12/bc3b6ttger-fami-azubi.jpg?w=500" alt=""   /></a>.</li>
</ul>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/haferklee.wordpress.com/1529/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/haferklee.wordpress.com/1529/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/haferklee.wordpress.com/1529/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/haferklee.wordpress.com/1529/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/haferklee.wordpress.com/1529/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/haferklee.wordpress.com/1529/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/haferklee.wordpress.com/1529/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/haferklee.wordpress.com/1529/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/haferklee.wordpress.com/1529/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/haferklee.wordpress.com/1529/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/haferklee.wordpress.com/1529/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/haferklee.wordpress.com/1529/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/haferklee.wordpress.com/1529/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/haferklee.wordpress.com/1529/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=haferklee.wordpress.com&amp;blog=5108092&amp;post=1529&amp;subd=haferklee&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Böttger FaMI-Azubi</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Bibliothekare entdecken bisher unbekannten Vordenker des deutschen Naturschutzes &#8211; 2: Bibliotheksteil</title>
		<link>http://haferklee.wordpress.com/2011/11/23/bibliothekare-entdecken-unbekannten-naturschuetzer-bibliotheksteil/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Nov 2011 20:04:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>haferklee</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Digitalisate]]></category>
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		<category><![CDATA[Historische Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Naturschutzgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philipp Leopold Martin]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur naturschutzfachlichen Bedeutung Philipp Leopold Martins habe ich im vorigen Post einiges geschrieben. Hier nun etwas zur bibliotheksfachlichen Vorgehensweise bei seiner Wiederentdeckung. Der &#8222;Erstkontakt&#8220; zu einer Publikation von P.L. Martin ergab sich im Rahmen des Bestandsausbaus der elektronischen Publikationen unserer Bibliothek. Dabei schauen wir uns regelmäßig mit verschiedenen Suchstrategien und in verschiedenen Datenbanken an, welche [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=haferklee.wordpress.com&amp;blog=5108092&amp;post=1579&amp;subd=haferklee&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zur naturschutzfachlichen Bedeutung <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_Leopold_Martin" target="_blank">Philipp Leopold Martins</a> habe ich im <a href="http://haferklee.wordpress.com/2011/11/23/bibliothekare-entdecken-bisher-unbekannten-naturschuetzer-naturschutzteil/" target="_blank">vorigen Post einiges geschrieben</a>. Hier nun etwas zur bibliotheksfachlichen Vorgehensweise bei seiner Wiederentdeckung.</p>
<p>Der &#8222;Erstkontakt&#8220; zu einer Publikation von P.L. Martin ergab sich im Rahmen des Bestandsausbaus der elektronischen Publikationen unserer Bibliothek. Dabei schauen wir uns regelmäßig mit verschiedenen Suchstrategien und in verschiedenen Datenbanken an, welche <strong>neuen</strong> elektronischen Publikationen zum Naturschutz erschienen sind. In diesem Rahmen haben wir eine erweiterte Suche im <a href="http://gso.gbv.de" target="_blank">GVK</a> durchgeführt mit dem Begriff &#8222;Naturschutz&#8220; als Titelstichwort, gefiltert nur auf die Publikationsformen &#8222;Online-Ressourcen&#8220; und &#8222;Datenträger&#8220;. Der GVK liefert ein chronologisch sortiertes Rechercheergebnis. Diesmal haben wir uns nicht nur die neuesten Treffer angesehen, sondern sind zum Ende der Liste gegangen. Die Treffer datieren da normalerweise ab etwa Mitte der neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts, einzelne Titel stammen auch mal aus den zehn, fünfzehn Jahren davor. Zu unserer großen Überraschung fanden wir als letzten und ältesten Titel einen aus dem Jahr 1882. Der Titel taucht bei dieser Suche auf, weil das Original von der UB Göttingen auf CD-ROM digitalisiert wurde, aus welchen Gründen auch immer. Wir wurden sehr hellhörig, denn der Titel war erstens nicht in unserem Bestand, er lag zweitens naturschutzgeschichtlich früher war als alles uns bisher Bekannte, und wir hatten drittens von diesem Verfasser noch nie gehört.</p>
<p>Danach sind wir jenem Philipp Leopold Martin systematisch nachgegangen. Hierbei haben wir insbesondere Google Books und den daran angebundenen <a href="http://books.google.com/ngrams" target="_blank">&#8222;Google Ngram Viewer&#8220;</a> genutzt. Über diesen haben wir für den Zeitraum 1830 bis 1900 eine Suche mit dem Wort &#8222;Naturschutz&#8220; laufen lassen. Als Ergebnis bekommt man eine grafische Darstellung darüber, wie oft in den im Rahmen des Google-Books-Programms digitalisierten und an den Ngram-Viewer angebundenen Werken diese Zeichenfolge vorkommt. Zugleich werden in einer Zeitleiste die entsprechenden Treffer hinterlegt, die man sich dann im Volltext oder (meist) als Schnipsel-Auszug ansehen kann.<br />
<a href="http://haferklee.files.wordpress.com/2011/11/ngram.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-1583" title="Ngram" src="http://haferklee.files.wordpress.com/2011/11/ngram.png?w=500&#038;h=183" alt="" width="500" height="183" /></a></p>
<p>An dieser Stelle begann der mühevolle Teil der Suche. Es zeigte sich, dass die scheinbar überraschend zahlreichen Treffer in vielen Fällen fehlerhaft waren. Der Grund lag darin, dass der deutsche Textkorpus jener Zeit üblicherweise in Frakturschrift vorliegt. Letztlich fanden wir auf diese Weise aber zwei Publikationen des gesuchten Verfassers: das uns schon bekannte Werk sowie einen weiteren, früheren Zeitschriftenaufsatz, auch wurden wir so auf Rezensionen zu Martins Schriften aufmerksam, die anders kaum zu finden gewesen wären. Schließlich stießen wir mit <a href="http://www.deutsche-biographie.de/sfz24886.html" target="_blank">Wilhelm Haacke</a> auf einen weiteren Wissenschaftler, der den Begriff &#8222;Naturschutz&#8220; früher als bisher bekannt, aber nach Martin, <a href="http://www.biodiversitylibrary.org/page/8702946#page/835/mode/1up" target="_blank">bereits verwendet hat</a>. Vier weitere naturschutzbezogene Veröffentlichungen Philipp Leopold Martins und weitere Rezensionen zu seinen Werken entdeckten wir in der Folge durch Standardmethoden, vor allem durch die Auswertung von Selbstzitaten in seinen Texten und das Durchsuchen von Jahresinhaltsverzeichnissen zeitgenössischer Zeitschriften.</p>
<p>(Wieder-)Entdeckt haben wir mit Philipp Leopold Martin <strong>den</strong> Vordenker des deutschen Naturschutzes. Den, der das Wort &#8222;Naturschutz&#8220; geprägt hat; und der gleichzeitig, was im Grunde wesentlich wichtiger ist, als Erster eine umfassende programmatische Schrift zu diesem Thema verfasst und publiziert hat, lange vor allen anderen. Martin ist 1885 gestorben, bezüglich seiner naturschutzfachlichen Verdienste sofort in Vergessenheit geraten und bis heute bei allen deutschen (Naturschutz)Historikern nicht bekannt. Was das bedeutet, kann man auch daran ermessen, dass 1990 von der Deutschen Bundespost <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Stamps_of_Germany_%28Berlin%29_1990,_MiNr_862.jpg&amp;filetimestamp=20080816193012" target="_blank">eine Briefmarke zu Ehren des bisher als erstem Naturschützer geltenden Ernst Rudorff herausgebracht</a> wurde mit der Aufschrift &#8222;Begründer des Naturschutzes&#8220;.</p>
<p>Was aber hat das für bibliothekarische Aspekte? Nun, die Wiederentdeckung hatte die Kenntnis einiger typisch bibliothekarischer Rechercheinstrumente zur Voraussetzung. In diesem speziellen Fall der erweiterten Suche des <a href="http://gso.gbv.de" target="_blank">GVK</a> (zu nennen wären natürlich im Prinzip auch die anderen Verbundkataloge, der <a href="http://www.ubka.uni-karlsruhe.de/kvk.html" target="_blank">KVK</a> und <a href="http://www.base-search.net/" target="_blank">BASE</a>), insbesondere aber dem Wissen von für die historische Forschung zur Verfügung stehender Quellen wie <a href="http://books.google.de/" target="_blank">Google Books</a>, dem <a href="http://www.hathitrust.org/" target="_blank">Hathi Trust</a>, der <a href="http://www.biodiversitylibrary.org/" target="_blank">Biodiversity Heritage Library</a>. Als ganz besonders hilfreich und als ein faszinierendes Instrument hat sich der <a href="http://books.google.com/ngrams" target="_blank">Google Ngram Viewer</a> erwiesen.</p>
<p>In <a href="http://www.sciencemag.org/content/331/6014/176" target="_blank">einem &#8222;Science&#8220;-Aufsatz</a> aus Anfang 2011 berichten Jean-Baptiste Michel und andere über den Google Ngram Viewer. Nach ihren Angaben wurden durch Google Books bis dato etwa  15 Millionen Bücher erfasst. Die Worte von etwa 5 Millionen dieser Bücher wurden für eine Analyse durch den Ngram Viewer aufbereitet. Folgt man Michel, so stellt Google Books etwa 12 % aller weltweit jemals bisher erschienenen Bücher bereit. Eine Textanalyse auf Worthäufigkeiten und Vorkommen ist mit dem daran angebundenen Ngram Viewer in etwa 4 % aller Bücher möglich.</p>
<p>Mit allen diesen Hilfsmitteln stehen der historischen Forschung wesentlich mächtigere Datenquellen zur Verfügung als noch vor zwei Jahren. Mir scheint, dass die (Naturschutz)Historiker diese Möglichkeiten bisher kaum beachten, wenn sie ihnen denn überhaupt bekannt sind. Eine US-amerikanische Historikerin und Professorin, zu der wir im Rahmen unserer Forschung Kontakt hatten, schrieb uns, sie mache in Gesprächen mit KollegInnen auf das Tool aufmerksam, aber auch in US-Historikerkreisen kenne man seine Bedeutung noch nicht: &#8222;I was at a dinner party last weekend with some historians who had never heard of it. It was a lot of fun to tell them about it.&#8220; Und weiter: &#8222;I’ve been working on [...] recently, and have found reviews of his books in journals and popular magazines from the late 1840s and early 1850s that I would NEVER have located otherwise.&#8220; Hier ist es die Aufgabe unseres Fachs, den WissenschaftlerInnen solche Hilfsmittel zur Verfügung zu stellen und sie darauf aufmerksam zu machen. Ich nenne an dieser Stelle einmal die Worte &#8222;Informationskompetenz&#8220; und &#8222;Benutzerschulungen&#8220;.</p>
<p>Last but not least möchte ich noch ein kleines Loblied auf die Wikipedia singen. Philipp Leopold Martin hatte dort seit Februar 2009 auch vor unserer Entdeckung bereits einen Eintrag. In allen gedruckten Allgemeinenzyklopädien, heutigen wie früheren, war das nicht der Fall; <a href="http://www.deutsche-biographie.de/sfz58653.html" target="_blank">in der ADB hat er allerdings einen Eintrag</a>. Soweit schon mal gut für die Wikipedia. Der Beitrag wurde seither sukzessive verbessert. Am besten aber, dass bereits wenige Tage nach unserer Entdeckung die neuen Fakten in den Artikel eingebaut waren; wir hatten es vor, waren aber noch nicht dazu gekommen. Zusätzlich wurde auch die in der Wikipedia vorhandene <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zeittafel_zur_Geschichte_des_Naturschutzes" target="_blank">&#8222;Zeittafel zur Geschichte des Naturschutzes&#8220;</a> ergänzt. Einfach toll!</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/haferklee.wordpress.com/1579/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/haferklee.wordpress.com/1579/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/haferklee.wordpress.com/1579/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/haferklee.wordpress.com/1579/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/haferklee.wordpress.com/1579/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/haferklee.wordpress.com/1579/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/haferklee.wordpress.com/1579/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/haferklee.wordpress.com/1579/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/haferklee.wordpress.com/1579/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/haferklee.wordpress.com/1579/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/haferklee.wordpress.com/1579/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/haferklee.wordpress.com/1579/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/haferklee.wordpress.com/1579/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/haferklee.wordpress.com/1579/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=haferklee.wordpress.com&amp;blog=5108092&amp;post=1579&amp;subd=haferklee&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Bibliothekare entdecken bisher unbekannten Vordenker des deutschen Naturschutzes &#8211; 1: Naturschutzteil</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Nov 2011 20:02:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>haferklee</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Wilhelm Wetekamp]]></category>

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		<description><![CDATA[Für Historiker ist die Entdeckung, die zwei Bonner Bibliothekare gemacht haben, durchaus eine kleine Überraschung, für den etwas spezialisierteren Kreis der Naturschutzhistoriker aber sogar eine richtige Sensation. Es geht dabei um die Frage, wer als Erster das Wort &#8222;Naturschutz&#8220; verwendet hat, ein Begriff, den wir heutzutage völlig selbstverständlich aussprechen. Die Antwort darauf ist durchaus nicht [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=haferklee.wordpress.com&amp;blog=5108092&amp;post=1550&amp;subd=haferklee&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für Historiker ist die Entdeckung, die zwei Bonner Bibliothekare gemacht haben, durchaus eine kleine Überraschung, für den etwas spezialisierteren Kreis der Naturschutzhistoriker aber sogar eine richtige Sensation. Es geht dabei um die Frage, wer als Erster das Wort &#8222;Naturschutz&#8220; verwendet hat, ein Begriff, den wir heutzutage völlig selbstverständlich aussprechen. Die Antwort darauf ist durchaus nicht unwichtig, denn das Auftauchen eines Begriffs in der Literatur zeigt eben auch das Nachdenken über den Gegenstand an; bei einem so handlungsbezogenen Begriff wie diesem eventuell auch, ab wann entsprechend gehandelt wurde.<br />
Der Naturschutz hat insgesamt noch keine sehr lange Geschichte. Abgesehen von punktuellen, lokalen Schutzbemühungen, setzt die deutsche Naturschutzgeschichte erst im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts ein, und in anderen europäischen Ländern und den USA ist das nicht anders. Unter Naturschutzhistorikern galten bisher insbesondere drei Personen als Begründer des deutschen Naturschutzes:</p>
<ul>
<li>Der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Rudorff" target="_blank">Musiker Ernst Rudorff</a>: Von ihm ist ein Tagebucheintrag aus dem Jahr 1888 belegt, der<a href="http://www.dnl-online.de/1905.html?dnlid=228507" target="_blank"> seit seiner Publikation 1939</a> als erste belegte Verwendung des Wortes &#8222;Naturschutz&#8220; gilt. (In einem Buchtitel taucht nach bisheriger Erkenntnis der Begriff übrigens erstmals 1903 auf.) Zudem gilt ein mehrseitiger Zeitschriftenaufsatz von ihm aus dem Jahr 1880 als so etwas wie eine erste programmatische Schrift zum Thema, allerdings noch ohne Verwendung des Wortes. 1990 wurde anlässlich seines 150. Geburtstages <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Stamps_of_Germany_%28Berlin%29_1990,_MiNr_862.jpg&amp;filetimestamp=20080816193012" target="_blank">eine Briefmarke herausgegeben</a> mit der Beschriftung &#8222;Begründer des Naturschutzes&#8220;.</li>
</ul>
<ul>
<li>Der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Wetekamp" target="_blank">Reformpädagoge und Politiker Wilhelm Wetekamp</a>: Er brachte das Thema erstmals in ein deutsches Parlament und forderte 1898 im preußischen Abgeordnetenhaus die Einrichtung von &#8222;Staatsparks&#8220; zum Schutz der Natur nach amerikanischen Vorbild; wir nennen diese Einrichtungen heute Nationalparks.</li>
</ul>
<ul>
<li>Der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_Conwentz" target="_blank">Botaniker Hugo Conwentz</a>: Er erarbeitete für den preußischen Staat zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Grundlagen des staatlichen Naturschutzes. Seine Arbeit führte 1906 zur Errichtung der &#8222;Staatlichen Stelle für Naturdenkmalpflege&#8220; in Preußen, der ersten Vorgängereinrichtung des heutigen <a href="http://www.bfn.de" target="_blank">Bundesamtes für Naturschutz in Bonn</a>. In dessen Bibliothek arbeiten übrigens die beiden Bibliothekare, um deren Entdeckung es geht, und ihre Bibliothek, an eben jener Staatlichen Stelle 1906 gegründet, ist als <a href="http://www.bfn.de/0505_bibliothek.html" target="_blank">älteste Bibliothek für Naturschutz im deutschsprachigen Raum</a> zugleich selbst Teil der Naturschutzgeschichte.</li>
</ul>
<p>Rainer Koch, dem die Ehre des Erstfundes gebührt, und der Verfasser dieses Blogs haben nun nachgewiesen, dass der bisher nur als Tierpräparator bekannte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_Leopold_Martin" target="_blank">Philipp Leopold Martin (1815-1885)</a> zeitlich erheblich vor den genannten Personen tätig war und als <strong>der </strong>Vordenker des deutschen Naturschutzes gelten muss. Er hat nicht nur bereits 1871, also 17 Jahren vor der bisherigen Erstverwendung (die im übrigen ja nur ein belegter Tagebucheintrag war, also nicht einmal eine Publikation!), in einer siebenteiligen Aufsatzserie das Wort &#8222;Naturschutz&#8220; in die deutsche Sprache eingeführt. Gleichzeitig hat er, nicht nur neun Jahre früher, sondern auch deutlich umfassender, ein Programm zum Schutz der Natur vorgelegt (<del>Ernst Rudorff</del>; damit stimmt die Briefmarke nicht mehr!). In seiner Schrift fordert er bereits die Einrichtung von Schutzgebieten für die Natur, er nennt sie &#8222;Freistätten&#8220; (<del>Wilhelm Wetekamp</del>). Und zur Durchsetzung aller seiner Ideen (und er hat viele) soll eine zentrale staatliche Naturschutzbehörde errichtet werden (<del>Hugo Conwentz</del>). In mehreren weiteren Publikationen hat Martin im darauf folgenden Jahrzehnt seine Überlegungen zum Naturschutz weiter ausgebaut. Das gipfelt in einem etwa 50-seitigen Buchkapitel aus dem Jahr 1882, das ihm so wichtig war, dass er ihm den Titel &#8222;Allgemeiner Naturschutz&#8220; gab und diese Bezeichnung mit in den Hauptsachtitel aufnahm. <a href="http://haferklee.files.wordpress.com/2011/11/martin5.jpg"><img class="aligncenter  wp-image-1561" title="Martin" src="http://haferklee.files.wordpress.com/2011/11/martin5.jpg?w=289&#038;h=318" alt="" width="289" height="318" /></a></p>
<p>Kein einziger deutscher Historiker kannte bisher Martins überragende Bedeutung für den deutschen Naturschutz. In einem Aufsatz der Zeitschrift &#8222;Natur und Landschaft&#8220; [86 (2011) H. 11, S. 473-480] stellen wir diesen im Naturschutzkontext seit mehr als hundert Jahren [!] in Vergessenheit geratenen Visionär vor. Neben einem Lebensabriss handelt es sich dabei vor allem um kommentierte Auszüge aus seinen naturschutzbezogenen Schriften. Dazu kommen bisherige Einschätzungen der Nachwelt sowie Überlegungen zu seinem Bezug zu anderen zeitgenössischen Naturschützern. Leider liegt die Publikation nicht Open Access vor. (Sie kann aber immerhin <a href="http://shop2.kohlhammer.de/shopX/shops/kohlhammer/appDE/exec_DLE.php?target=product&amp;product=OP-978-3-00-153125-4" target="_blank">zum Preis von 2,95 € als Download erworben werden</a>.) Um dieses Manko abzumildern, wurden die naturschutzbezogenen Schriften Philipp Leopold Martins von der BfN-Bibliothek digitalisiert und <a href="http://www.bfn.de/11157.html" target="_blank">stehen im Volltext zur Verfügung</a>. Zusätzlich haben wir eine <a href="http://www.bfn.de/fileadmin/MDB/documents/service/MartinBiblio.pdf" target="_blank">Bibliographie</a> und einen <a href="http://www.bfn.de/fileadmin/MDB/documents/service/Martin_Lebenslauf.pdf" target="_blank">Lebenslauf</a> dieses außergewöhnlichen Denkers erarbeitet.</p>
<p>Wie wir bei der Entdeckung vorgingen, welche Bedeutung die genutzten Datenquellen für die historische Forschung besitzen und warum in diesem Zusammenhang die Wikipedia zu loben ist, <a href="http://haferklee.wordpress.com/2011/11/23/bibliothekare-entdecken-unbekannten-naturschuetzer-bibliotheksteil/" target="_blank">steht im folgenden Beitrag.</a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/haferklee.wordpress.com/1550/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/haferklee.wordpress.com/1550/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/haferklee.wordpress.com/1550/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/haferklee.wordpress.com/1550/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/haferklee.wordpress.com/1550/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/haferklee.wordpress.com/1550/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/haferklee.wordpress.com/1550/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/haferklee.wordpress.com/1550/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/haferklee.wordpress.com/1550/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/haferklee.wordpress.com/1550/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/haferklee.wordpress.com/1550/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/haferklee.wordpress.com/1550/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/haferklee.wordpress.com/1550/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/haferklee.wordpress.com/1550/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=haferklee.wordpress.com&amp;blog=5108092&amp;post=1550&amp;subd=haferklee&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Auch die WDR-Bibliothek bleibt vom Klischee nicht verschont</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Nov 2011 22:09:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>haferklee</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Klischee]]></category>
		<category><![CDATA[Bibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Klischee]]></category>
		<category><![CDATA[WDR]]></category>

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		<description><![CDATA[Am heutigen Mittwoch hat der WDR seiner Heimatstadt Köln eine sogenannte &#8222;literarisch-ethnografische Liebeserklärung&#8220; gemacht. Unter dem Titel &#8222;Kosmos Köln&#8220; sollte der Frage nachgegangen werden, ob und wie sich die Stadt und ihr Sender gegenseitig befruchten. Laut der Ankündigung der Sendung im Netz sowie in den während der letzten Tage zu hörenden Radiospots sollte dabei auch [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=haferklee.wordpress.com&amp;blog=5108092&amp;post=1545&amp;subd=haferklee&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am heutigen Mittwoch hat der WDR seiner Heimatstadt Köln eine sogenannte &#8222;literarisch-ethnografische Liebeserklärung&#8220; gemacht. Unter dem Titel <a href="http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/livestream/sondersendung.xml" target="_blank">&#8222;Kosmos Köln&#8220;</a> sollte der Frage nachgegangen werden, ob und wie sich die Stadt und ihr Sender gegenseitig befruchten. Laut der Ankündigung der Sendung im Netz sowie in den während der letzten Tage zu hörenden Radiospots sollte dabei auch den vielen Köln-Klischees (Kirche &#8211; Klüngel &#8211; Karneval) nachgegangen werden.</p>
<p>In den Radiospots wurde nach der Nennung des Themas der Ort der Veranstaltung genannt: &#8222;Die Veranstaltung findet in der Bibliothek des WDR statt&#8220;. Im unmittelbaren Anschluss daran konnte man die Stimme von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arnold_Marquis" target="_blank">Arnold Marquis</a> hören, dem Synchronsprecher unter anderem von John Wayne, der mit seiner knarzigen Stimme in einem eingespielten Schnipsel aus irgendeinem Western sagte: &#8222;Endlich kommt hier mal Leben in die Bude.&#8220; Womit die WDR-Bibliothek gemeint war. Und schon hat eine Sendung, die dem einen Klischee auf den Grund gehen will, ein anderes benutzt und bestätigt.</p>
<p>Update: Ein am 14.11.2011 morgens ausgestrahlter Radiospot war leicht verändert. Der Satz von Arnold Marquis/John Wayne fehlte!</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/haferklee.wordpress.com/1545/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/haferklee.wordpress.com/1545/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/haferklee.wordpress.com/1545/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/haferklee.wordpress.com/1545/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/haferklee.wordpress.com/1545/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/haferklee.wordpress.com/1545/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/haferklee.wordpress.com/1545/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/haferklee.wordpress.com/1545/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/haferklee.wordpress.com/1545/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/haferklee.wordpress.com/1545/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/haferklee.wordpress.com/1545/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/haferklee.wordpress.com/1545/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/haferklee.wordpress.com/1545/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/haferklee.wordpress.com/1545/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=haferklee.wordpress.com&amp;blog=5108092&amp;post=1545&amp;subd=haferklee&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Stoßseufzer eines Bibliothekars</title>
		<link>http://haferklee.wordpress.com/2011/06/29/stossseufzer-eines-bibliothekars/</link>
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		<pubDate>Wed, 29 Jun 2011 20:53:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>haferklee</dc:creator>
				<category><![CDATA[In the Library]]></category>
		<category><![CDATA[Bibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Bibliothek 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Bibliothekswesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die einen gehen zu Gunter Duecks Vortrag auf dem 100. Bibliothekartag, zum BibCamp4 oder demnächst zur SWIB 11. Die anderen schließen sich dem Stoßseufzer eines älteren Kollegen an, dem neulich entfuhr: &#8222;So ein Mist. Jetzt hat es seit der Erfindung des Buchdrucks fast 500 Jahre lang nicht viel Neues im Bibliothekswesen gegeben, und ausgerechnet zu [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=haferklee.wordpress.com&amp;blog=5108092&amp;post=1517&amp;subd=haferklee&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die einen gehen zu <a href="http://log.netbib.de/archives/2011/06/22/gunter-dueck-vernetzte-welten-traum-oder-alptraum/" target="_blank">Gunter Duecks Vortrag auf dem 100. Bibliothekartag</a>, zum <a href="http://bibcamp.wordpress.com/" target="_blank">BibCamp4</a> oder demnächst zur <a href="http://swib.org/swib11/" target="_blank">SWIB 11</a>.</p>
<p>Die anderen schließen sich dem Stoßseufzer eines älteren Kollegen an, dem neulich entfuhr: &#8222;So ein Mist. Jetzt hat es seit der Erfindung des Buchdrucks fast 500 Jahre lang nicht viel Neues im Bibliothekswesen gegeben, und ausgerechnet zu der Zeit, wo es total rundgeht und sich alles ändert, muss ich im Beruf sein!&#8220;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/haferklee.wordpress.com/1517/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/haferklee.wordpress.com/1517/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/haferklee.wordpress.com/1517/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/haferklee.wordpress.com/1517/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/haferklee.wordpress.com/1517/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/haferklee.wordpress.com/1517/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/haferklee.wordpress.com/1517/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/haferklee.wordpress.com/1517/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/haferklee.wordpress.com/1517/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/haferklee.wordpress.com/1517/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/haferklee.wordpress.com/1517/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/haferklee.wordpress.com/1517/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/haferklee.wordpress.com/1517/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/haferklee.wordpress.com/1517/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=haferklee.wordpress.com&amp;blog=5108092&amp;post=1517&amp;subd=haferklee&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Vortrag zum Bibliotheksklischee auf dem Bibliothekartag, und Klischeezitat aus &#8222;Moby Dick&#8220;</title>
		<link>http://haferklee.wordpress.com/2011/06/02/von-lochner-neues-klischeebuch/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Jun 2011 14:52:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>haferklee</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Klischee]]></category>
		<category><![CDATA[Bibliothekartag]]></category>
		<category><![CDATA[Elisabeth von Lochner]]></category>
		<category><![CDATA[Klischee]]></category>
		<category><![CDATA[Moby Dick]]></category>

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		<description><![CDATA[Da sich dieses Blog um berufsbezogene Nebensächlichkeiten kümmert, ist es Ehrensache und Pflicht, auf die in dieser Hinsicht wichtigste Veranstaltung des 100. Bibliothekartages hinzuweisen. Im Rahmen der Session &#8222;Berufsbild: gestern &#8211; heute &#8211; morgen&#8220; (Mittwoch, 8.6., 13:30 &#8211; 15:30 Uhr) hält Elisabeth von Lochner einen Vortrag mit dem Titel: &#8222;Farblos, verstaubt, verschroben? Bibliothekare in Eigen- [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=haferklee.wordpress.com&amp;blog=5108092&amp;post=944&amp;subd=haferklee&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da sich dieses Blog um berufsbezogene Nebensächlichkeiten kümmert, ist es Ehrensache und Pflicht, auf die in dieser Hinsicht wichtigste Veranstaltung des <a href="http://www.bibliothekartag2011.de/biblio2011/index.php" target="_blank">100. Bibliothekartages</a> hinzuweisen. Im Rahmen der Session &#8222;Berufsbild: gestern &#8211; heute &#8211; morgen&#8220; (Mittwoch, 8.6., 13:30 &#8211; 15:30 Uhr) hält Elisabeth von Lochner einen Vortrag mit dem Titel: <strong><strong>&#8222;Farblos, verstaubt, verschroben? Bibliothekare in Eigen- und Fremdwahrnehmung&#8220;</strong></strong>. Es geht also um&#8217;s Klischee, einem Thema, dem hier gern Raum gegeben wurde und wird (<a href="http://haferklee.wordpress.com/tag/klischee/" target="_blank">1</a>, <a href="http://haferklee.wordpress.com/tag/klischee/page/2/" target="_blank">2</a>). Frau von Lochner hat sich nach vielen anderen, die sich vor ihr in diesen Gegenstand verliebt haben, 2008 im Rahmen ihrer <a href="http://www.ib.hu-berlin.de/~kumlau/handreichungen/h236/" target="_blank">online vorliegenden Masterarbeit</a> mit dem Thema auseinandergesetzt. Das Abstract ihres Vortrags, der auf der Arbeit beruht, lautet wie folgt:</p>
<blockquote><p>Bibliothekarisches Personal wird auch heute noch gerne mit geradezu klassisch zu nennenden und immer wieder reproduzierten Klischees, die in der Öffentlichkeit über diesen Beruf existieren, konfrontiert. Von sich selbst und ihrem Berufsstand pflegen Bibliothekare jedoch eine erheblich bessere Vorstellung. Die in der Öffentlichkeit dominierende Wahrnehmung des Berufsstandes scheint sich einerseits sowohl in der Literatur als auch im filmischen Genre wiederzufinden; andererseits beeinflussen diese die öffentliche Vorstellung. Mit einer Gegenüberstellung von Fremdwahrnehmung und Selbstkonzeption führt der Vortrag das in der öffentlichen Meinung vorherrschende, zweifellos negative Bild von Bibliothekaren auf seine Ursprünge zurück und zeigt die Interdependenz von fiktionaler Klischeebildung und Realitätswahrnehmung auf.</p></blockquote>
<p>Und wen von uns Bibliothekswesen interessiert dieses Thema nicht? Wir wissen ja alle, dass, wie von Lochner im Schlussteil ihrer Arbeit zu Recht schreibt, &#8222;&#8230;die Klischee-Thematik über Jahrzehnte hinweg verfolgt und thematisiert wurde und wird, dass es sich dabei also um einen Dauerbrenner in der Selbstkonzeption handelt.&#8220;</p>
<p>Bei dieser Gelegenheit weise ich übrigens gern noch einmal auf eines der ältesten Klischeezitate aus der Weltliteratur überhaupt hin, nämlich auf Herman Melvilles Roman &#8222;Moby Dick&#8220;. In seiner Ausführlichkeit dürfte es sich wohl sogar um das älteste Beispiel handeln. Das Verblüffende daran: in keiner einzigen der bisher erschienenen Veröffentlichungen von Klischeezitaten, einschließlich der von Lochners, wird es erwähnt! Die Ehre des Aufspürens gebührt also bis zum Beweis des Gegenteils mir. (Zur Ehrabschneidung bitte die Kommentarfunktion nutzen; auch gerne, falls jemand ältere Klischeezitate kennt.) Melvilles Zitat macht in seiner witzigen Formulierung großen Spaß, also nur zu, <a href="http://haferklee.wordpress.com/2008/11/11/nennt-mich-meinethalben-haferklee/" target="_blank">bitte hier nachlesen</a>.</p>
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