Verfasst von: haferklee | 23. Februar 2009

Glanz und Elend des Web 2.0: YouTube & Co.

Eigentlich müsste meine Bewertung dieser Dienste exakt so ausfallen wie die der Fotodienste. Sie sind sich ja schließlich ähnlich. Doch seltsam: mein Bauch möchte YouTube & Co besser beurteilen, mein Kopf sagt aber „schlechter“. Warum das?

Der Bauch freut sich ungemein, endlich einmal bewegte Bilder von frühen britischen Folkrockgruppen sehen zu können, von denen ich viele Platten besitze. Ich kannte Fotos von ihnen, aber Konzertmitschnitte oder Fernsehauftritte? Die hat es im deutschen Fernsehen der End60er und der 70er Jahre nie gegeben. Dass ich sie nach so vielen Jahren doch noch zu sehen bekomme, ist im wahrsten Sinn des Wortes bewegend. Der Bauch hat’s gut bei YouTube.

Ein den Flickr Commons vergleichbares Projekt habe ich aber dort nicht gefunden. Gibt es keine Bibliotheken, die in ihren Beständen historisch wertvolle Filme lagern, die sie in Zusammenarbeit mit einem kommerziellen Anbieter der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen können? Aus diesem Grund ist mein Kopf von YT im Vergleich zu Flickr nicht ganz so begeistert.

Aber es gibt ja doch schon einige deutsche Bibliotheken, die vertreten sind, beispielsweise auf Sevenload die SLUB und auf YT die Staatliche Bibliothek Passau. Im Video der letzteren Institution lernt man übrigens bei Minute 1:13 das mir bis dato unbekannte „Bibliothekskrokodil Severin“ kennen, von dem auf der Website dann noch ein Foto gezeigt wird.

Die professionellen Möglichkeiten, die bewegte Bilder bieten, sind sicher noch ausbaufähig. Führungen durch die Räumlichkeiten, Erklärungen bestimmter Dienstleistungen oder des Kataloges sind denkbar bzw. gibt es bereits, und hier halte ich YT für wichtiger als Flickr. Festzuhalten ist aber, dass in den bewegten Bilderdiensten, wohl wegen des höheren Technikaufwandes bei der Erstellung, bisher viel weniger Bibliotheken zu finden sind als bei den Fotodiensten. Sehr erfreut bin ich als FAMI-Ausbilder über den Film, in dem FAMIs ihre Ausbildung vorstellen:

Soweit zu Lektion 13 der 13Dinge, die seit kurzem ja aus 14 Dingen bestehen! Erinnert mich irgendwie an die vierbändige Trilogie in fünf Teilen von Douglas Adams.

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