Verfasst von: haferklee | 25. Februar 2009

Mein Fazit der 13Dinge

Dabei halte ich mich gern an die Fragen der Macher.

  • Was war Ihre Lieblingslektion? Warum?
    Die beiden ersten Lektionen, also das Bloggen. Die erste Überraschung ist ja immer die größte, und sie bestand in meinem Staunen darüber, wie einfach die Einrichtung eines Weblogs ist. Damit hatte ich nicht gerechnet. Gut, dass das nicht alle wissen😉
  •  

  • Haben die 13 Dinge Ihre Erwartungen erfüllt?
    Jau. Ich habe viel allgemeines Web 2.0-Zeugs gelernt und zudem manche neuen Zugänge zur eigenen Profession gefunden. Zugleich war der Kurs sehr anregend bezüglich der Beobachtung menschlichen Kommunikationsverhaltens und seiner technik- und gesellschaftlich bedingten Änderungen. Immerhin habe ich in meinem Elternhaus selbst noch die Einführung des Festnetztelefons erlebt. Das war damals ein kostengünstiger Doppelanschluss, den wir uns mit einem anderen Haushalt teilten, wobei jedoch immer nur einer telefonieren konnte. Mehr war, so dachten wir damals, nicht nötig, denn wir lebten ja gut eingebunden in einem größeren Dorf und gingen davon aus, das Telefon sowieso nur in Notfällen benutzen zu müssen. (Übrigens dieselbe Argumentation wie später bei den Handys.) Es verändert sich kommunikativ auch derzeit wieder sehr viel, und das ist spannend zu beobachten.
    Die 13Dinge haben auch deshalb (und vor allem deshalb!) meine Erwartungen erfüllt, weil ich die Voraussetzungen, Möglichkeiten und die Notwendigkeit von 2.0-Techniken in meiner Bibliothek einschätzen kann. Und das war der Sinn meiner Teilnahme, unabhängig von der allgemeinen Neugierde.
  •  

  • Hat Sie etwas überrascht?
    Siehe Frage 1.  Ansonsten wohl am meisten LibraryThing, weil ich es von allen Lektionen vorher am wenigsten kannte und weil ich doch erheblich überrascht war von der Vielfalt der sozialen Funktionen, die LT bietet, der Anbindung so vieler verschiedener Kataloge zur Fremddatenübernahme und generell der Innovationsfreudigkeit und Originalität dieses Dienstes.
  •  

  • Die 13 Dinge sind nicht perfekt. Wie könnte man das Programm verbessern?
    Was ist schon perfekt? Nein, die 13Dinge sind eine sehr feine Sache, und ich weiß aus privaten Zusammenhängen, dass es auch schon einmal in nichtbibliothekarischem Umfeld als Beispiel für ein gelungenes E-Learning-Programm vorgestellt wurde.
  • Die 13Dinge teilen natürlich die strukturelle Schwäche solcher Programme, die darin besteht, dass keine speziell dafür abgetrennte Zeit zur Verfügung steht. Das hat auch bei mir dazu geführt, dass ich zwischenzeitlich nicht nachgekommen bin und noch nicht alle Lektionen abarbeiten konnte. Pausen zwischendurch sind wichtig! In den nächsten Wochen werde ich die strukturelle Stärke dieser Art Programme nutzen und mich in aller Ruhe um die noch ausstehenden Lektionen kümmern. Also ein Ende auf Raten.

    Eine zweite strukturelle Schwäche ist die Gefahr der Zeitfresser, die in den Entdeckungsressourcen steckt. In einem konventionellen Seminar würde man vielleicht ein, zwei Stunden für die eigene Erkundung zur Verfügung gestellt bekommen, dann würde die/der LeiterIn einen Schnitt machen, zusammenfassen und alle auf den selben Stand setzen. Hier besteht die Gefahr, sich in den Entdeckungsressourcen zu verlieren oder Zeit zu vertun, weil man übersehen hat, irgendwo in den Einstellungen ein Häkchen zu setzen, sich aber nicht sofort traut, eine öffentliche Frage zu stellen. Aber auch das hat natürlich Vorteile: ich weiß, dass sich das am stärksten einprägt, was man sich selbst erarbeitet.

    Eine Stärke des Programms besteht darin, dass man die Vernetzungen, die durch das Web 2.0 entstehen, wirklich erlebt. Das ist in einem ein- oder zweitägigen Seminar wohl kaum gegeben.

    Ich sehe eigentlich keine Verbesserungsmöglichkeiten. In dem Moment, in dem ich eine Idee habe, stelle ich fest, dass sie in dem Programm bereits verwirklicht ist. Die einzige Anregung, die ich zu bieten habe und was ich mir noch stärker gewünscht hätte, wäre eine frühere, noch stärkere Vernetzung der TeilnehmerInnen untereinander, um den Einzelkämpfercharakter des Kurses noch mehr wettzumachen. Ist es denkbar, dass nach den RSS-Lektionen, also wenn die TeilnehmerInnen etwas Erfahrung gewonnen haben und die Beiträge gegenseitig lesen, die beiden Leiter auf Fragen aus dem Kurs erst mit einem Tag Verzögerung antworten und die TeilnehmerInnen anspornen, sich zuerst gegenseitig zu helfen? Ich weiß selbst nicht, ob das realistisch ist, denn gerade die schnellen Rückmeldungen haben mich, neben den netten Begrüßungskommentaren, immer sehr motiviert.

    An dieser Stelle noch einmal ganz herzlichen Dank an Christian Hauschke und Edlef Stabenau!!🙂


    Responses

    1. Vielen Dank für die ausführliche Rückmeldung! Über die Vernetzung der Teilnehmer haben wir auch schon nachgedacht. Eine Idee war der Einsatz eines RSS-Aggregators, damit man neue Postings von Teilnehmern noch einfacher und übersichtlicher finden kann.

      Mal sehen, was sich da ergibt.

    2. Huch – ich hätte gedacht, dass der RSS-Aggregator das ist, was wir unter „Netvibes“ kennen gelernt haben?? Offenbar scheine ich das mit der Unterscheidung immer noch nicht „gefressen“ zu haben😦 – wie finde ich das bloß raus?


    Schreibe einen Kommentar

    Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

    WordPress.com-Logo

    Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

    Twitter-Bild

    Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

    Facebook-Foto

    Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

    Google+ Foto

    Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

    Verbinde mit %s

    Kategorien

    %d Bloggern gefällt das: