Verfasst von: haferklee | 7. Juni 2009

#bibtag09

Das netbib weblog hat vor kurzem die Tweets aus Erfurt zusammengestellt und damit meines Erachtens ein klassisches Eigentor geschossen. Twittern beinhaltet nämlich Vergänglichkeit, die Stärke des Twitterns zeigt sich eben nicht in der rückwärtigen Betrachtung aller Tweets zu einem größeren Ereignis. Im Gegenteil, gerade in der Gesamtschau der Beiträge tritt ihre kurze Halbwertszeit (ihre weitgehende Überflüssigkeit) offen zutage. Falls ihr Twitterer jemanden von der Sinnhaftigkeit eures Tuns überzeugen wollt, dann zeigt ihr/ihm um Himmels Willen nicht diese Zusammenstellung!

Vielleicht war der Erfurter BT die erste klassisch organisierte Tagung, bei der man angewandtes Twittern erleben konnte, obwohl sich der Kreis der Aktiven letztlich doch auf die eigentlich recht wenigen üblichen Verdächtigen beschränkte. Nicht nur der erste Blick zeigt meines Erachtens aber deutlich, dass viele Tweets vollkommen inhaltslos sind. Oft weisen sie auf Veranstaltungen hin, die in Kürze beginnen werden; das ist Redundanz, denn es steht im Programm. Oft preisen sie Vorträge, die in Kürze beginnen werden; das ist Werbung, denn es handelt sich um die Fans des/der Vortragenden oder um Firmen. Oft wird bedauert, dass kein WLAN da ist; berechtigt, aber wozu die Beschwerde auf diesem Kanal? Gezwitschert wurde auch, dass es eine Abendveranstaltung gab, auf der getanzt wurde und einige Leute gute Laune hatten; Vorschlag: Tweet speichern, denn er kann bei jedem zukünftigen BT wiederverwendet werden (dann geht’s noch schneller).


In einem Kommentar zum netbib-Post weist jemand
auf „weitere Accounts [hin], über die vom Bibliothekartag berichtet wird“. Große Frage: kann Twitter so etwas überhaupt leisten, in der Rückschau von etwas berichten? Im eigentlichen Sinne des Wortes „berichten“? Wird nicht doch eher vom Bibliothekartag gestammelt?

Eine kleine, typische Tweet-Auswahl aus Erfurt soll es zeigen:

1. NGC6544: @textundblog Hey, bekomme ich die Wii oder ihr? 😉 #Effektivität #Bibtag09
2.. textundblog: @NGC6544 Ah ja, sehr schön. Danke, dass Du mein erster Poken-Kontakt warst. Nur so kurz auf dem #Bibtag09 und doch so effektiv. 😉
3.pampel: IC: Kaffee und #bibtag09 Rückblick.
4.
fabi_k: auch auf dem heimweg wimmelt es im zug an bibliothekaren. was bin ich so froh über meine sitzplatzreservierung!! #bibtag09 #overandout
5.jintan: Danke dir auch! Wir alle sind super:-) RT @mrudolf #bibtag09 ist vorbei. Schön wars. Danke den Leuten von der #zw09! Super Job!
6.
JuleMildner: Ich wünsche allen vom #bibtag09 eine wunderbare Heimreise!
7.cpt_ahag: @tillk Super Idee! (aka „Ist denn schon wieder Freitag Mittag?“) >:) #bibtag09
8.hjbo: #bibtag09 tagging führt auch zu Metadatenmüll. Hhhm klar aber mich interessiert wiss. Infos. Nicht ihr Bsp. V. Geschenken b edelight
9.textundblog: Die Stimmung ist hier großartig. Kann keine Fitos mehr twittern. Das wäre zu indiskret. Unfassbare Szenen spielen sich ab. #bibtag09
Wenn es schnell gehen soll, kann das auch dazu führen, dass selbst einem gestandenen Professor für Bibliothekswissenschaft beim Publizieren (denn Twitter ist Publizieren!) erstens die Grammatik durcheinander gerät und er zweitens wieder in die Kindersprache verfällt:
10.hobohm: #bibtag09: Session zu Weiterbildung: Vortrag O.Siegert: als Teilnehmer unseres Bib.-management-Programms der FU hat profitiert (freu‘)

Das mag genügen.

Twitter kann in bestimmten Situationen der richtige Kanal der Informationsverbreitung sein. Die digitale (Bibliotheks)Bohème nutzt es aber meistens als Spielzeug. Ich finde es frappierend, dass Leute, die sich für die Avantgarde der Information Professionals halten, so unglaublich viel Blödsinn Überflüssiges [bitte ein negatives Wort eigener Wahl einsetzen] in die Welt senden. Sie fühlen sich wohl selbst dann als solche, wenn sie twittern „der Bibliothekartag tanzt wie verrückt! viele tanzwütige Bibliothekarinnen wie Claudia Lux, Susanne Riedel…“. Warum fällt mir, einen Vergleich suchend, als Erstes das Verhalten des Zeitgenossen ein, der in der Straßenbahn laut in sein Handy quakt: „Jo, du, ich bin jetz am Neumarkt. Jo, is total voll wieder die Bahn, ey, hab gerad mal n Sitzplatz gekricht …“ ?

Was eigentlich, wenn beim nächsten BT nicht 20, sondern 500 Leute twittern?  Werden auch dann wieder alle Tweets zusammengestellt? Mit gutem Grund verlangen wir doch auch nicht, dass – Gott bewahre! – die realen Flurgespräche im gedruckten Tagungsband veröffentlicht werden.

Zu klären sind also zwei Fragen. Die erste stellt, wenn auch wieder gestammelt, ein Tweet vom BT09:

hamster44: RT @hjbo zu Twitter.Einsatz konkret für fachinformation? Oder nur für digital boheme? #bibtag09 – digital natives/digital bohème/ C 64/ oje

Die zweite stelle ich an die Twittergemeinde. Bitte werdet euch darüber klar, wie ihr anderen erklären wollt, was Twitter eigentlich ist. Mir fallen auf Anhieb mindestens sechs Erklärungsversuche ein:

1. Twitter ist wie ein virtuelles Flurgespräch.
2. Twitter ist wie ein Grundrauschen.
3. Twitter ist wie in der Toilette an die Wand geschriebene Klosprüche.
4. Twitter ist eine Mischung aus Chat und SMS-Gruppe (13 Dinge-Bonusrunde).
5. Twitter ist wie Radio (da bin ich als eingefleischter Radiohörer dezidiert anderer Meinung, aber so berichten mehrere Tweets aus Erfurt).
6. Twitter ist ein Häuschen, in dem sichs wohl sein läßt (so im Twitterlob von Bücherlei).
Keine stimmt wirklich, Twitter ist etwas eigenes. Am nächsten kommen wohl noch das Flurgespräch und das Häuschen.

Ich biete zwei weitere Erklärungsversuche für das Phänomen an, mit eher psychologischer Akzentuierung.

1. Twitter hat, unabhängig vom gesendeten Inhalt, derzeit vor allem eine Funktion, nämlich die der Differenz. Es ist das Instrument, mit dem sich die digitale Avantgarde absetzt, so wie es Weblogs vor einigen Jahren waren, und sich als Gruppe erkennt. Es ist in dieser Hinsicht also nichts anderes als die in den Kniekehlen hängenden Hosen der 14jährigen Jungs; die mit Schirm nach hinten getragene Baseballkappe; die nach Vorschrift gefärbten Haare der Manga-Mädchen. Wer dazugehören möchte, twittert, auch wenn es nichts zu sagen gibt.

2. Beim Lesen nicht weniger Tweets beschleicht mich der Eindruck, dass es den Sendenden Probleme bereitet, das Alleinsein zu ertragen. Sie senden, weil sie mit ihren FreundInnen in Kontakt sein wollen, und zwar ständig. Twitter ist, wieder unabhängig vom gesendeten Inhalt, das derzeit beste Medium, enge Fühlung zur Bezugsgruppe zu halten. Trennungsschmerz und Einsamkeitsgefühle lassen sich vermeiden. Man möchte immer an den Flurgesprächen beteiligt, nicht ausgeschlossen, nicht allein sein. Dadurch, dass man twittert, vergewissert man sich über sich selbst und seine Akzeptanz in der Gruppe.

Ich konnte übrigens in Erfurt nicht dabei sein. Das wird wohl nächstes Jahr in Leipzig wieder anders werden. Ich bin gespannt, ob ich mich bis dahin vom Saulus zum Paulus gewandelt habe!

Wer wissen möchte, wie Twitter wohl im wahren Leben aussehen würde, schaue hier (Danke, Marvis!).
Und in diesem Zusammenhang nicht vergessen:  „You’re no one if you’re not on twitter“, der Twitter-Song.

—————————–

Nebengedanke:

Einer der wenigen Tweets vom BT09, die ich erwähnenswert finde, lautet so:
hobohm: ‚Bildungsverlierer ereichen wir mit unserer Mittelstandslogik gar nicht mehr.‘ Pilzer, St.B. Bielefeld #zw09 #bibtag09
Genau, die meisten von uns entstammen dem Klein- oder mittleren Bürgertum, und wenn wir ehrlich sind, möchten viele am liebsten unter sich bleiben. Aber auch die Twitterer unterliegen als Angehörige der digitalen Bohème exakt dieser Mittelstandslogik. Es scheint mir offensichtlich zu sein, dass man Bildungsverlierer mit Twitter eben nicht erreicht.

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Ja, ich weiß, ich habe das Wesen von Twitter überhaupt nicht begriffen, weil ich es ja nicht selbst praktiziere.

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Responses

  1. Die Relevanz von Twitter-Kommunikation ist genauso hoch oder niedrig wie bei den meisten anderen Kommunikationsmedien. Es kommt halt auf den Absender und auf die Kommunikation ein.

    „Ich bin jetzt am Neumarkt.“ kann durchaus eine relevante Information sein.

  2. Kann es sein, dass der Haferklee kein Fan von Twitter ist?

    Ich auch nicht. Aber wenn in meinem Freundes-, Familien- und Bekanntenkreis viel gezwitschert würde, wäre ich vielleicht auch dabei.

    Was mich nervt: Die Blogbeiträge nach dem Motto „Was ich diese Woche bei Twitter sagte“. Schade, um die Zeit, die ich brauche, um darüber hinwegzuscrollen.

  3. […] https://haferklee.wordpress.com/2009/06/07/bibtag09/ (Haferklee zu Sinn und Unsinn des Konferenztwitterns) […]

  4. Ich denke du hast es schon gut erfasst auch ohne (oder gerade wegen) eigenens Getwitter.

    Der Vergleich mit dem Radio ist so zu verstehen, dass Twitter wie ein Radio an- und aus-geschaltet werden kann, um kurz hereinzuhören, was auf den unterschiedlichen Kanälen an Flurgesprächen läuft – mit dem Unterschied, dass man sich jederzeit aktiv einklinken kann und die Kommunikation auch zeitversetzt ablaufen kann. Die Beschränkung auf die „digitalen Bohème“ stimmt weitgehend, aber das grundlegende Kommunikationsprinzip „Kurznachricht an alle“ ist auch darüber hinaus verbreitet – nur heisst die Plattform dann nicht Twitter sondern Facebook o.Ä.

  5. Vielleicht noch zwei Facetten dieses neuen Mediums, das wir gerade gemeinsam zu begreifen versuchen, sei es in Bibliothekartagsvorträgen, auf Twitter, oder in einem Boheme-Medium wie dem Weblog: 😉 1. Twitter ist ein persönlicher und zugleich öffentlicher Notizblock. Anders als bei einem Wiki schreibe ich aber nicht gemeinsam und um etwas dauerhaft festzuhalten, sondern individuell und „ins Unreine“. Für mich wars zeitweise interessant, zu verfolgen, was manche im Vortrag, dem sie gerade lauschen, für wichtig hielten. Tausend persönliche Randnotizen und Miniatur-Abstracts, sozusagen. Das geht zu Lasten des Signal-/Rausch-Verhältnisses, und auch das asymmetrische „Follower“-Modell macht es nicht gerade einfacher. Und damit komme ich zu einer weiteren Facette: 2. Das Ding hat irgendwas, aber kaum eines der sozialen Medien davor hat die Last der Benutzbarkeit so einseitig dem einzelnen Benutzer aufgebürdet. Ich muß entscheiden, wem ich followe, ich muß entscheiden, welche Filter ich benutze, um wichtige Tweets zu bemerken, etc.

  6. Twitter ist so nützlich wie jeder andere Kommunikationsdienst auch…
    Das „Archivieren“ von Konferenz-Tweets halte ich, trotz vielleicht individuell hoch empfundenen Rauschanteil, für sinnvoll (ich persönlich fand den Rauschanteil z.B, bei #elag09 gering und die Tweets da durchaus gehaltvoll, auch nachträglich noch). Zusammen mit anderen im Netz verfügbaren Fragmenten einer Veranstaltung (Programm, Folien, Videos, Fotos, Blogbeiträge…) könnte man daraus eiin wunderbares Mashup zur Dokumentation bauen. Zu beurteilen, was davon Information ist oder nicht, möge man bitte, wie immer, demjenigen überlassen, der auf der Suche danach ist.
    In diesem Sinne habe ich die #bibtag09-Tweets mal unter http://finden.nationallizenz.de/~till/bibtag09_tweets_atom.xml in einer Atom-Datei zusammengestellt. Wenn man das nicht braucht, einfach ignorieren, vielleicht macht aber ja jemand was nützliches damit.

  7. Ich muss noch eins nachlegen: Selbst wenn Twitter ein Medium zum Austausch von Befindlichkeiten zwischen eisamen, elitären Mitgliedern der digitalen Bohème wäre, wieso sollte diese Randgruppe der Gesellschaft eigentlich kein Recht auf diesen Kommunikationskanal haben?!? Lass sie doch, ist weniger störend als Leute, die in ihr Handy brüllen, oder?
    Und was von den Tweets nun Information ist, entscheidet eh jeder selbst (das ist wie mit den Mails auf branchenbekannten Mailinglisten: Man kann sie schlicht wegsortieren, löschen oder ignorieren, wenn sie einem nicht passen :-).
    Ich konnte mit Twitter auch lange nix anfangen (bin übrigens durch ein Medium der analogen Bohème erstmals vor über zwei Jahren darauf aufmerksam geworden: Einem Artikel in der Zeit), ließ dann als Ausdruck meiner Missachtung einen Automaten twitttern, bis mich eine geschätzte Kollegin dazu nötigte, meinen ersten intellektuell erzeugten Tweet zu veröffentlichen. Seither bin ich mit wachsender Begeisterung dabei. Ich habe viele gleichgesinnte Kollegen (vor allem außerhalb Deutschlands) auf diesem Wege kennen gelernt und schon einige wertvolle Hinweise für meine Arbeit erhalten (Information!). Es ist ein schnelles, offenes Medium, ich möchte es derzeit nicht missen. Vergleiche mit Radios, Flurgesprächen oder anderem altbekannten Kram passen alle nicht. Twitter ist schlicht eine Form des Microblogging. Wer erleben will, wie es funktioniert, möge es einfach ausprobieren! Wer nicht, möge es lassen. Wozu also diese hinkenden Vergleiche aus der analogen Welt?

  8. Till, es kann gar nicht schaden, gemeinsam zu versuchen, herauszufinden, was Twitter überhaupt ist – und manchmal können Analogien zu den alten Analogmedien dabei durchaus helfen. Du bestätigst das übrigens, indem du auch in deinem letzten Beitrag mit einer Analogie argumentierst, wenngleich mit einer Analogie zu einem alten Digitalmedium, der Mailingliste. 😉

  9. Vorweg: Twitter ist für mich keine Mailingliste.
    Bei dem, was du in meinem Kommentar als Analogie identifizierst, ging es allgemein um den Umgang mit potentiellen Informationsquellen (seien es nun Mails, Tweets, Bücher oder mündliche Überlieferungen). Und da gibt es natürlich bei allen diesen Quellen natürlich Parallelen: Man muss immer individuell auswählen, was Information ist und was nicht. Wenn man das als Informationskompetenz versteht, braucht man genau die für jede dieser Quellen. Das ist natürlich eine Gemeinsamkeit, aber eigentlich eine Binsenweisheit, oder? Die Ausübrung dieser Kompetenz wird bei diesen Diensten mit unterschiedlichen Mitteln unterstützt, bei Twitter entwickelt sich das vielleicht gerade erst…
    Du hast natürlich Recht, dass man ständig vergleicht. Ich halte es aber für wenig sinnvoll, dabei zu Aussagen der Art „Twitter ist wie …“ zu kommen. Ist es nicht. Es ist tatsächlich anders 🙂 Was es ist, kann aber ja jeder relativ einfach herausfinden…

  10. Auch wenn es fuer Bibliothekare eine kleine relevanz hatte so hatten die Bilder / Meldungen vom Festabend durchaus ihre Berechtigung. Mit solchen Bildern die ueber die verschiedensten Netzwerke (der Twitterer) verbreitet werden erreichen wir eher eine Aenderung des Images des Bibliothekswesens als mit noch so vielen Broschueren. Und das vielleicht auch bei Personen die sonst nciht so viel in Bibliotheken unterwegs sind. Twitter als Kanal bietet viele Chancen nicht alles mag aus dem eigenen Blivkwinkel archivierenswert erscheinen, aber das Problem ist durchaus es gibt ja so viele Blickwinkel 😉 Und wenn der Stil des einen oder anderen Twitteres nicht gefaellt weil zu viele Ankuendigen / Werbungen kann man ja auch mal etwas Ausprobieren das dies Medium besser nutzt. Twitter ist eine neue Form der Kommunikation, wie wir sie nutzen und was wir daraus machen muessen wir jetzt anfangen auszuprobieren. Ich bin mir sicher das sich dies ueber die naechte Zeit noch entwickeln wird.

    Daher was ist Twitter? Twitter ist das, was man selber draus macht. Fuer die einen ein Nachrichtenkanal, fuer andere Flurfunk oder Marketingplatform…

  11. […] Wie schon bekannt, ich verweise gerne auf Artikel in einem anderen Blog, diesmal auf den Artikel: #bibtag09. Es geht in diesem Artikel um Twitter, was es ist oder was es mit einer Tweet-Auswahl auf sich hat. […]

  12. Herzlichen Dank an alle KommentatorInnen für die ausführlichen, hilfreichen und anregenden Beiträge! In einem Punkt scheint ja Konsens zu sein: Twitter steckt noch in der Entwicklung, es ist noch unklar, was daraus wird bzw. man daraus machen kann.
    @Büchereierlei: Beim privat-individuellen Twittern geht es mir genauso: in meinem Bekanntenkreis kenne ich nur eine Person, die zwitschert, alle anderen machen sich mehr oder weniger darüber lustig. Das beruflich-individuelle Twittern ist mir als Informationskanal einfach zu kurzatmig; anderen ist vielleicht gerade die Schnelligkeit wichtig.
    @Jakob: Dank für die Radioerläuterung. So gesehen könnte man Twitter bezüglich des An- und Ausschaltens, um kurz hereinzuhören, was auf den unterschiedlichen Kanälen an Flurgesprächen läuft, in gewisser Weise dann aber auch wieder mit dem Zappen beim Fernsehen vergleichen.
    @Lambert und Till: Wie im vorigen Satz gesehen, ist es schon ein Kreuz mit diesen immer etwas hinkenden Vergleichen. Ich denke aber, ohne geht es kaum. Denn mit einem anschaulichen Vergleich aus einem bekannten Umfeld kann man bei einer Person, die sich rein theoretisch nichts unter einer Sache vorstellen kann, einen Aha-Effekt auslösen und ihr etwas nahebringen; ein bewährtes didaktisches Prinzip. (Bei mir war es das Flurgespräch.) Natürlich gilt es anschließend, die Eigenheiten der zu erklärenden Sache nicht zu ignorieren.


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