Verfasst von: haferklee | 14. Juni 2009

Twitter zum zweiten und letzten (Umfrage)

Ein bisher nicht diskutierter Aspekt zu Twitter ist mir noch wichtig. Um das Thema nicht in  die Länge zu ziehen und die LeserInnen nicht zu langweilen, mache ich es diesmal kurz in Form einer Umfrage.

Meine Beobachtung: vor etwa zehn Jahren, bei Einführung der Webcams, haben wir mehr oder weniger entsetzt reagiert, als (einige wenige) Leute Webcams in ihrer Wohnung installierten und ihr privates Tun öffentlich machten. Mittels Twitter veröffentlichen jetzt auf einmal viele Leute in enger zeitlicher Vertaktung, was sie gerade treiben. (Hier ist also nicht professionel-institutionelles Twittern von Bibliotheken oder professionell-individuelles Twittern von Bibliothekswesen gemeint, sondern rein privates Gezwitscher.) Dadurch, dass im Vergleich zu den Webcams keine ständige, sondern nur eine punktuelle Information in die Öffentlichkeit geht und die Bilder fehlen, konnte dieses Verhalten in den Mainstream (der digital natives) gelangen.

These: Wenn Twittern so gehandhabt wird von mir hier gemeint, dann steckt darin, wenn auch in sehr milder Form, im Grundsatz dieselbe zunehmende Öffentlichmachung des privaten Lebens wie einst bei den Webcams. Es ist dadurch eine weitere IT-Anwendung, die zur Erstellung bzw. Vervollständigung des Persönlichkeitsprofils eines Menschen beitragen kann.

Ich verspreche, dass ich mich danach erst wieder zu Twitter äußere, wenn ich eigene Erfahrungen gesammelt habe.


Responses

  1. Genau das ist ja das schöne daran: Man bekommt auch dann etwas aus dem Alltag der Menschen in seinem Umfeld mit, wenn man nicht ständig mit ihnen telefoniert.

  2. ach – nochwas – ganz „technisches“ – danke für diese Nutzung einer „poll“ innerhalb von wordpress – DAS war mir bisher unbekannt, dass das auch geht🙂

  3. Ich finde es unzulässig, Twitter-NutzerInnen in die genannten Kategorien einzuteilen – solche, die es NUR dienstlich ODER nur privat nutzen. Ich selbst finde es hochspannend, mehr aus beiden Bereichen zu tweeten und so ein (etwas) „ganzheitlicheres“ Bild der jeweiligen NutzerIn zu erhalten. Dabei bin ich nichtsdestotrotz ablehnend gegenüber „gehe jetzt auf´s stille Örtchen“ oder „gehe in die Kantine“-Tweets.

    Und ich nehme AUSDRÜCKLICH solche Profile von meiner versuchten Einschätzung aus, die nur kommerziell (bzw. auf englisch) tweeten – ich schätze an Twitter die deutschsprachigen Tweets.

  4. @Vero und alle anderen 13Dinge-und Lernen 2.0-MitstreiterInnen bezüglich Veros „Poll-Einbindung“-Kommentars: Das ist das Schöne bei dem 13Dinge-Projekt, wir können bei der Beobachtung der verbliebenen Blogs auch langfristig noch gegenseitig voneinander lernen. Auch ich habe durch Tipps und Experimente anderer viele nützliche Hinweise erhalten. Danke an alle!

  5. Habe übrigens grad gefunden, dass es eine Liste twitternder Bibliothekare geben soll: http://liswiki.org/wiki/Microblogs – wobei ich es für möglich halten würde, dass diese Liste schon LÄNGST bekannt ist😉 – dann wäre das auch so. Doppelt hält besser, oder?😉 Bitteschön: http://liswiki.org/wiki/Microblogs


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