Verfasst von: haferklee | 24. April 2010

Ein literarisches Streiflicht auf die MedDok

Raffael Horn ist 48 Jahre alt und leitet die Kinder- und Jugendpsychiatrie eines Krankenhauses in einer österreichischen Kleinstadt. Die Szene spielt im Jahr 2005:

Horn machte seine Eintragungen in die Patientenkarteien. Die EDV funktionierte einwandfrei. Sogar der Link zum Diagnoseschlüssel war eingerichtet. Das war nach dem Desaster, das die Programmumstellung verursacht hatte, die seit Mitte Oktober im gesamten Haus gelaufen war, eine angenehme Überraschung. Ich gehöre zu einer Generation, von der eine grundsätzliche Elektronikskepsis erwartet wird, dachte Horn, das ist eigentlich furchtbar.

Das Zitat ist dem mit dem deutschen Krimipreis 2007 und dem Literaturpreis der Europäischen Union 2009 bedachten Buch „Die Süße des Lebens“ des österreichischen Schriftstellers Paulus Hochgatterer entnommen. Sogar mehr noch als dieses Werk ist sein 2010 erschienener Roman mit dem Titel „Das Matratzenhaus“ zu loben. Ein verstörendes Buch, ein hochklassiger Roman.


Responses

  1. […] This post was mentioned on Twitter by biblioblogs. biblioblogs said: Haferklees Ausblicke: Ein literarisches Streiflicht auf die MedDok: Raffael Horn ist 48 Jahre alt und leitet die K… http://bit.ly/cTJvdG […]


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