Verfasst von: haferklee | 2. Juli 2010

Bibliothekar sucht Frau

Edlef Stabenau weist in netbib auf einen Artikel des Kollegen Arne Tiedemann hin. Der ist in einer Kolumne der Elmshorner Nachrichten mit „ein paar billigen Lachern durch ein paar abgedroschene Pointen und tausendmal gehörte Klischees“ über Lehrer hergezogen und hat in der Folge zuverlässig einige Leserbriefe verursacht von Pädagogen, denen die Bedienung altbackener Lehrer-Klischees zu viel war.

Ob wir Bibliothekswesen auch so sensibel sind? Denn Gleiches hat Tiedemann auch schon mit uns angestellt, bisher aber nur auf seiner Website. Dort heißt es unter der Überschrift „Bibliothekar sucht Frau“:

Die ärmsten Säue aber und größten Katastrophen in Beziehungsangelegenheiten sind die Angehörigen einer Berufsgruppe, die viele bereits für ausgestorben halten und eher als Scherz ansehen, wenn man sie auf Nachfrage nennt. Wenn ein Metier dringend der Hilfe einer Fernsehsendung zur Beweibung bedürfe, dann ist es zweifelsohne das der durch wenig Vorschusslorbeeren ausgestatteten Bibliothekare. Hoffnungsvolle Partygespräche finden ihr schnelles Ende, wenn beispielsweise solche Frauen, die sich laut Selbstauskunft gerade „beruflich orientieren“, aber am liebsten irgendwas mit Werbung machen würden, mitbekommen, dass man eben so einer ist, beim sofortigen Weggehen und ohne eine Antwort abzuwarten, sagen: „Das ist irgendwas mit Büchern, oder?“ Ja, genau. So schnell kann man gar nicht „Leihfristüberziehung“ sagen, wie man alleine stehen gelassen wird. …

Wahrscheinlich ist es nur mein persönliches Glück, dass ich die Partnerwahl vor der Berufswahl klären konnte. Fragt mich heute eine, sage ich stets nur noch „Irgendwas mit Büchern…“ und warte auf den Tag, an dem die erste Folge von „Bibliothekar sucht Frau“ kommt.

Nachzulesen hier (bitte zügig scrollen, steht unten auf der Seite).

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Responses

  1. Moin.

    Mitnichten ist die „Bibliothekar sucht Frau“-Geschichte nur auf der Strohhutbuden-Seite zu lesen, natürlich ist diese neben etlichen anderen und ebenfalls morbiden Tatsachenberichten aus dem Leihbuchhandel auch in dem kleinen Büchlein „Tiedemanns Elbansichten“ zu finden…
    ISBN 978-3-8370-4215-3

    Gruß aus der Hamburger Träller-Bibliothek,

    Arne Tiedemann


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