Verfasst von: haferklee | 26. Januar 2011

Wozu sind Bibliotheken da?

Der US-amerikanische Schriftsteller Philip Roth, immer mal wieder für den Literaturnobelpreis im Gespräch, ist kein Kind von Traurigkeit. In seinen Werken finden sich zahlreiche „Stellen“. So auch in dem 1995 erschienenen Roman „Sabbath’s Theater“. Dort hat Kathy Goolsbee, eine Gespielin der Hauptfigur Mickey Sabbath, beider Telefonate, die in einer Art Telefonsex geführt wurden, auf einer Cassette aufgezeichnet. Kathy, Studentin, lernt des öfteren in einer Collegebibliothek, wo sie sich die Mitschnitte anhört, um sich zu erregen, zuerst in einer eigenen Lesekabine, dann auf der Damentoilette. Davon erzählt sie Mickey Sabbath:

„Ich wußte einfach nicht mehr, was ich tun sollte. Das war richtig unheimlich. So feucht und erregt, wie ich war, wie sollte ich mich da konzentrieren können? Ich wollte doch in der Bibliothek für meine Arbeit recherchieren, konnte aber nicht mehr aufhören mit Masturbieren.“ „In Bibliotheken wird ständig masturbiert. Dafür sind sie da.“

… antwortet ihr im Roman Mickey Sabbath. Na so was! Bisher dachte ich, die Kernfunktion von Bibliotheken sei die der Singlebörse.

Zu finden ist diese „Stelle“ auf Seite 292 der 1998 im Rowohlt Taschenbuch Verlag erschienenen Ausgabe.

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