Verfasst von: haferklee | 2. Mai 2011

Mit e-Book-Reader in den Urlaub?

Dieser Post dient zunächst dazu, Frau Silberdistel herzlich im Kreis der BibliotheksbloggerInnen zu begrüßen. Seit März 2011 schreibt sie fleißig über ihre Beziehung zu Bibliotheken und Medien und vergrößert damit den Kreis derjenigen, die garantiert keine digital natives sind. –

Da ich just im Moment meinen Urlaubskoffer packe, zitiere ich hier einen Satz aus ihrem letzten Post:

Inzwischen trage ich meine kleine Taschenbibliothek in Form eines E-book-Readers mit mir herum und bin begeistert davon, dass ich jetzt keinen Extrakoffer mehr nur für Bücher brauche, wenn ich in den Urlaub fahre.

Ich packe jetzt gerade keinen e-Book-Reader in meinen Urlaubskoffer, sondern ein, zwei Taschenbücher. Die haben nie einen Extrakoffer benötigt. Und mich würde interessieren, was Frau Silberdistel macht, wenn sie gemeinsam mit ihrem Mann verreist? Einen zweiten Reader einpacken? Mit einem zweiten Aufladegerät? Man will sich ja nicht immer abwechseln beim Lesen! Und wenn man nur zwei Bücher getrennt voneinander lesen möchte, helfen einem die vielen tausend E-Books nix; man benötigt ein zweites Gerät. Schon schleppt man wieder mindestens 500 Euro an Wert mit sich rum und eventuell sogar an den Strand. Ist das die Lösung?

Vorschlag meinerseits: Nur ein, zwei Taschenbücher für die Anreise und den Anfang einpacken. Und dann in eine Buchhandlung am Urlaubsort gehen, neugierig und offen sein und sich überraschen lassen, was möglich ist. Spart viel Gewicht und viel Geld.

Zwei e-Book-Reader, zwei Smart-Phones/Handys, zwei netbooks/laptops/ipads, sechs Ladegeräte: mir scheint, das große Abenteuer unserer Zeit für ein „digital couple“ ist es, mal ohne Ladegerät in Urlaub zu fahren. Ich kann mich dunkel erinnern, dass ich das früher gemacht habe. Da verweise ich gern noch mal auf Pigor und Eichhorn (man kann das nicht oft genug tun!), die im grandios-ironischen „Nieder mit IT“ ihr Publikum bei Minute 8:25 auffordern: „Jeder von Ihnen, der mehr als drei Netzgeräte mit in Urlaub schleifen muss, der soll aufstehen!!“

Frau Haferklee ruft gerade von hinten, ob ich schon die Ladegeräte für den Rasierer und die elektrische Reisezahnbürste im Koffer hätte? Ich muss schnell weiter packen …


Responses

  1. Das Ladegerät kann man sich bei einem eBook-Reader sparen. Da das dort üblicherweise genutzt e-Ink-Display nur beim Umblättern, nicht aber beim Anzeigen Strom verbraucht hält eine Akkuladung ca. einen Monat. Für einen Urlaub also kein Problem.

  2. @Marvis: Danke fuer den Hinweis, daran habe ich nicht gedacht. Meiner Meinung nach muesste die Industrie aber trotzdem dringend ein Universalaufladegeraet entwickeln. Im uebrigen bin ich durchaus gespannt darauf, mir das Geraet bei Dir anzusehen, wenn es eingetroffen ist. Viele Gruesse aus dem Internetcafe!

  3. Das mit dem Universalaufladegerät stimmt schon. Mini-USB scheint sich hier als Standard abzuzeichnen, aber es hat sich noch nicht voll durchgesetzt.

  4. Vielen Dank für das Willkommen! Ich habe mich sehr drüber gefreut. Mein IT-Gatte hört übrigens begeistert den „Nieder mit IT“-Titel. Mir gefällt er auch ausgesprochen gut – irgendwie ein Stück Wirklichkeit.

  5. @Silberdistel: Gern geschehen. – Und bezüglich „Nieder mit IT“ sind wir wohl einer Meinung, das ist einfach toll.


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