Verfasst von: haferklee | 18. Februar 2012

Provinz-Bibliotheken in Deutschland: Resterampen vormaliger Epochen, bestückt mit Billigschwarten, betrieben von Teilzeitkräften

Dieses harte Urteil fällte der Schriftsteller Rayk Wieland, nachdem er auf seiner Lesereise die Bibliothek des Provinzstädtchens Campeche in Mexico besucht hatte. Die ist tatsächlich recht nobel:

das empfangszimmer gleicht einem prunkvollen palastsaal, und wer immer hier leiter, chef, direktor, generalpräsident oder buchpapst ist, der logiert nicht in einer besenkammer. während die provinz-bibliotheken in deutschland ein ebenso kümmerliches wie kummervolles dasein fristen, eben noch so geduldet, resterampen vormaliger epochen, bestückt mit billigschwarten, betrieben von teilzeitkräften, scheint in mexiko der bibliotheksdirektor erstrangige repräsentationsfunktionen zu versehen, glanz und gloria auf sich zu ziehen und jedenfalls über ein arbeitszimmer zu verfügen, in dem auch der spanische könig gut mal absteigen und eine cigarre durchziehen könnte.

Zu sehen und mehr zu lesen ist hier.

Rayk Wielands Post ist ja schon etwas älter, und hier im Rheinland sind wir gerade in generöser Karnevalsstimmung. Wir wollen das also mal auf sich beruhen lassen.

 


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