Verfasst von: haferklee | 20. Januar 2014

Auf der Jagd nach der längsten Ausleihe Deutschlands

Bei der Jagd nach der längsten regulären Ausleihe, die es je in einer deutschen Bibliothek gegeben hat, könnt ihr nun mal nicht mitmachen, liebe Kolleginnen und Kollegen aus den Hochschul- und Stadtbibliotheken. An ihr nehmen nur Spezialbibliotheken teil, die ihren NutzerInnen oft Sonderrechte einräumen, zum Beispiel bei Bedarf ungewöhnlich lange Leihfristen. Oder die sogar, wie im Fall meiner Bibliothek, ganz einfach gar keine Leihfrist haben. Und da passiert es dann, dass man an einem bis dahin gewöhnlichen Arbeitstag zu Anfang Januar 2014 Rückgaben von einem Wissenschaftler erhält, der in den Ruhestand geht. In dem dicken Stapel von Büchern, Zeitschriften und Landkarten befindet sich eine „Karte der natürlichen Vegetation“ der DDR, ausgeliehen am 11. April 1979. Und nicht nur die Karte ist noch da und war die ganze Zeit ordentlich ausgeliehen, auch der Leihschein ist noch in der entsprechenden Kartei verfügbar. So sieht er aus:

Leihschein1979

Damit steht der neue deutsche Rekord für die längste reguläre Ausleihe aus einer Bibliothek jetzt bei sagenhaften 34 Jahren und fast 9 Monaten!!! (Wenn es sich nicht sogar um einen europäischen oder sogar darüber hinaus reichenden Rekord handelt; für entsprechende Meldungen wäre ich sehr dankbar.) Und wir haben uns sogar noch einmal selbst übertroffen, denn auch die bisher gültige Bestmarke wurde in meiner Bibliothek aufgestellt, wie hier nachzulesen ist.


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