Verfasst von: haferklee | 7. April 2016

Mit welchen Berufsgruppen Amanda Palmer BibliothekarInnen vergleicht

Die US-amerikanische Musikerin Amanda Palmer, bekannt geworden als Mitglied der Dresden Dolls, wird in wenigen Tagen 40 Jahre alt. Höchste Zeit also für eine Autobiographie. Die hat sie tatsächlich unter dem Titel „The Art of Asking“ veröffentlicht, vor zwei Jahren erschien die englische Originalausgabe, vor einem die deutsche. Palmer hat viele ihrer künstlerischen Projekte via Crowdfunding von ihren Fans vorfinanzieren lassen. Ein zentrales Thema ihres Buches ist deshalb ihre vormalige eigene Angst und die vieler anderer Menschen, um Hilfe zu bitten und Geschenke anzunehmen. Unter bibliothekarischem Blickwinkel ist auf den 440 Seiten nur ein einziger Satz von Interesse. Sie listet darin einige Berufsgruppen auf, die für sie positiv besetzt sind, weil sie Leistungen für Menschen bzw. die Gesellschaft erbringen, ohne immer ordentlich dafür bezahlt zu werden:

An die Künstler, Schöpfer, Wissenschaftler, Benefizläufer, Bibliothekare, Querdenker, Start-up-Leute und Erfinder, an alle Menschen überall auf der Welt, die sich davor scheuen, Hilfe anzunehmen, egal in welcher Form sie auftaucht:
Bitte nehmt die Hilfe an.

Das ist eine feine Aufzählung. Stellen wir uns einfach einmal vor, Farin Urlaub hätte ähnliches in einem auf Deutschland bezogenen Umfeld formuliert. Ob ihm wohl unser Berufsstand in den Sinn gekommen wäre? Hmh …

File:AmandaPalmer live.jpg

Laquena at English Wikipedia, AmandaPalmer live, CC BY-SA 3.0

PS. Das Zitat entstammt der deutschen Ausgabe, 978-3-8479-0597-4, S. 242; Palmer verwendet statt des von mir eingesetzten „Hilfe an“ eine Chiffre, die in der Kürze des Zitats nicht verständlich wäre.


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