Verfasst von: haferklee | 14. Juni 2017

Für Menschen wie sie gibt es eigentlich nur einen Beruf!

In dieser Woche läuft im Kino der Film „Der wunderbare Garten der Bella Brown“ an. In den Filmkritiken wird die Titelheldin so beschrieben:

  • „bisschen schrullig, … lebt ganz allein in ihrem kleinen Reihenhäuschen“ (Carsten Beyer, Kulturradio RBB)
  • „liebt sie Ordnung über alles … neurotische[n] Person … sonderbarer Sonderling“ (Antje Wessels, Quotenmeter.de)
  • hat „Angst vor der Natur … und vor Unordnung im Allgemeinen“ (ES, Moviepilot)
  • „sonderlichsten aller Sonderlinge … liebenswert scheu und jegliche Kontakte größtenteils vermeidend“ (Britta Schmeis, epd-film)
  • „Mensch[en] mit allerlei Zwängen … sortiert alles akribisch“ (Annekatrin Liebisch, Radio Köln)
  • „ziemlich spleenig: eine gehemmte Einzelgängerin, … die ihr Leben nach festen Regeln gestaltet“ (Gaby Sikorski, Programmkino)
  • „a woman with an obsessive-compulsive touch inside her small home“ (Neil Genzlinger, New York Times)
  • „an oddball loner“ (Katie Walsh, LA Times)

Und so geht es immer und immer weiter. Wir wissen es natürlich längst und benötigen das alles zusammenfassende Fazit des „Filmdienst“ gar nicht:

  • „Ordnung und Sicherheit gehen ihr über alles. Für Menschen wie sie gibt es eigentlich nur einen Beruf: Bella ist Bibliothekarin.“ (Anonym, Filmdienst)

Wie aber wird der berufliche Alltag in der städtischen Bibliothek dargestellt? So:

  • „verrückte Figuren wie eine verhärmte Büchereileiterin mit Keksleidenschaft“ (nochmals Antje Wessels)
  • „Job in einer Bibliothek, die ebenfalls seltsam altmodisch wirkt“ und schließlich
  • „Tagsüber sortiert sie unter dem strengen Blick ihrer Chefin, die wahlweise über Schilder oder durch ein Megafon zur Ordnung ruft, Bücher.“ (Beide Zitate im Filmdienst)

Na dann viel Spaß im Kino, liebe Kolleginnen und Kollegen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jessica Brown-Findlay, die Hauptdarstellerin der Bella Brown.

Fotograf: Ian Smith, cc by-nc-nd/2.0/

 

 

 

 

 

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Responses

  1. Auch wenn viele Kritiker den Film mit „Die fabelhafte Welt der Amélie“ vergleichen, lautet der dt. Verleihtitel dennoch „Der wunderbare GARTEN der Bella Brown“. So viel Zeit muss sein 😉 …

    LG
    Marc

  2. Natürlich; danke für den Hinweis! Ist korrigiert. Tatsächlich findet sich in nahezu jeder Kritik von „Bella Brown“ der Hinweis auf „Amélie“, und nachdem ich das so oft gelesen hatte, kamen die falschen Buchstaben praktisch von selbst.


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