Verfasst von: haferklee | 21. Februar 2018

Meine Herren Bibliothekare, Ihr habt einfach den falschen Beruf!

Das scheint zumindest die Meinung des amerikanischen Krimiautors Ross Macdonald (1915-1983) gewesen zu sein, einem der wichtigsten Vertreter des klassischen hard-boiled-Detektivromans. Er beschreibt nämlich eine seiner Figuren wie folgt:

Es war diese ihre Leidenschaft für das gedruckte Wort gewesen, die sie ursprünglich auf die Idee gebracht hatte, eine Leihbibliothek zu eröffnen. Es hatte etwas mit Literatur zu tun und war zudem als Beschäftigung ladylike.

„Der Mörder im Spiegel“, ursprünglich 1948 erschienen und 1985 in einer Neuübersetzung in Deutschland wiederveröffentlicht, kam mir nicht nur deswegen etwas angestaubt vor. Es finden sich darin noch andere Preziosen wie zum Beispiel diese:

Er hatte sie immer für ehrlich gehalten, fast ehrlicher, als es für eine Frau natürlich war.

Vorschlag: Diesen Satz am in zwei Wochen stattfindenden nächsten Internationalen Frauentag an geeigneter Stelle anbringen.

Zitate aus „Der Mörder im Spiegel“, Diogenes Verlag, 3-257-21303-4, S. 185 bzw. S. 180.

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